USA: Was 100 Tage Trump über den Rest seiner Amtszeit verraten
Washington. Schon kurz bevor am Dienstag Donald Trumps 100. Tag im Amt des US-Präsidenten anbricht, hat er im Interview mit dem „Time“-Magazin die ersten Monate seiner Regentschaft selbst bilanziert: „Ich tue genau das, was ich im Wahlkampf versprochen habe.“ Am Dienstagabend will er sich dafür bei einer Kundgebung im US-Bundesstaat Michigan von Zehntausenden Anhängern feiern lassen.
Während die meisten Präsidenten Monate oder gar Jahre brauchen, um ihr Land zu verändern, baut Trump die USA innen- und außenpolitisch so schnell um wie keiner seiner Vorgänger. Seine ersten 100 Tage waren geprägt von einer riesigen Menge an Dekreten, radikalen Kurswechseln – und einem globalen Handelskrieg.
Jüngste Vorfälle, bei denen ausländische Besucher bei der Einreise von Grenzbeamten in Gewahrsam genommen wurden, haben bereits den Tourismus in die USA zurückgehen lassen.
Trotz der erwarteten Jubel-Show am Dienstag: Beliebt ist Trumps Präsidentschaft auch im eigenen Land bislang nicht. Mit durchschnittlich 45 Prozent positiver Bewertung – sieben Prozent weniger als bei Amtsantritt – hat er die zweitniedrigsten Zustimmungswerte eines Präsidenten in der modernen US-Geschichte. Nur er selbst hatte zum gleichen Zeitpunkt in seiner ersten Amtszeit noch geringere Werte (damals waren es 41 Prozent).
Rezessionsängste sowie die Tatsache, dass der Ukrainekrieg und die Nahost-Krise nach wie vor ungelöst sind, rütteln am Image des selbst ernannten „Entfesselers der Wirtschaft“ und „Friedenspräsidenten“. Es ist gut möglich, dass Trump nach 100 Tagen bereits auf dem Höhepunkt seiner Macht angekommen ist – allerdings könnte seine Agenda auch jetzt erst richtig losgehen.
Fünf Entwicklungen der ersten 100 Tage Trumps – und welche Signale sie für den Rest seiner Amtszeit aussenden: