CDU: Merz vor Unternehmern – „Wir reformieren dieses Land wirklich“
Berlin. Er ist wieder da. Nicht als Mitglied des Präsidiums, nicht als Vizepräsident, wie die vergangenen 26 Jahre hier beim Wirtschaftsrat, sondern als Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland: Friedrich Merz. Gut 4000 Unternehmer und Lobbyisten des Wirtschaftsrates der CDU haben sich zum alljährlichen Wirtschaftstag im Berliner Luxushotel Marriot versammelt.
Musik dröhnt aus den Boxen, die Gäste stehen auf, zücken ihre Mobiltelefone für Fotos und Videos, sie applaudieren, als Merz den Saal betritt. Als er auf der Bühne ankommt, johlen sie, klatschen Beifall.
„Nach drei bleiernen Jahren erleben wir jetzt eine neue Regierung, die nicht nur zuhört, sondern auch nur zu gut versteht“, sagt Astrid Hamker, Präsidentin des Wirtschaftsrats. „Dieser Neustart ist kein Zufall. Dieser Neustart ist das Ergebnis von Hartnäckigkeit“, erklärt sie. „Dieser Neustart hat einen Namen“ – na klar, Friedrich Merz. „Willkommen zu Hause.“
Eine Woche ist es her, dass der 69-Jährige zum Regierungschef gewählt wurde. Er ist der erste der zehn Bundeskanzler, der erst im zweiten Wahlgang eine Mehrheit erhalten hat. Nach dem chaotischen Wahltag schien es, als fliehe er, reiste er doch sofort nach Paris, nach Warschau, Brüssel und sogar nach Kiew.