USA-China-Konflikt: Hegseth in Singapur – „Wir bereiten uns auf einen Krieg vor“
Bangkok. Wie konfrontativ er klingen würde, ist US-Verteidigungsminister Pete Hegseth offenbar bewusst gewesen, als er am frühen Samstagmorgen in Singapur vor einer Reihe von Amtskollegen seine Grundsatzrede über Amerikas Asienstrategie vortrug. Zur Abmilderung schickte er deshalb eine Bemerkung vorweg, die im offiziellen Manuskript zunächst fehlte. Die USA würden China weder demütigen noch unterwerfen wollen, sagte er. Präsident Donald Trump habe „immensen Respekt“ vor dem chinesischen Volk und dessen Zivilisation.
Doch nach der freundlichen Einleitung kam das hart vorgetragene Aber. „Aber wir werden uns nicht aus dieser entscheidenden Region vertreiben lassen“, sagte der Minister. „Und wir werden nicht zulassen, dass unsere Verbündeten und Partner untergeordnet werden.“
Dem Publikum des „Shangri-La-Dialogs“ – Asiens wichtigster Sicherheitskonferenz – machte er unmissverständlich klar, von wem das Vertreiben und Unterjochen seiner Meinung nach ausgeht: China strebe danach, die hegemoniale Macht in Asien zu werden – und wolle die Region „dominieren und kontrollieren“, sagte Hegseth. Durch seine massive Aufrüstung „und die wachsende Bereitschaft, militärische Gewalt einzusetzen“, habe China gezeigt, dass es den Status quo grundlegend verändern wolle.