USA: So gefährlich wäre ein Bruch zwischen Elon Musk und Donald Trump
Düsseldorf. Drei Tage lang konnte die Welt dabei zusehen, wie der reichste Mann und der mächtigste Mann der Welt ihre Freundschaft zerstörten. Am Donnerstagabend dann sendeten beide plötzlich Signale der Entspannung. Elon Musk deutete auf seiner Plattform X an, den Streit mit Donald Trump abkühlen zu lassen. Und der US-Präsident ließ sich vom Magazin „Politico“ auf den öffentlichen Bruch mit Musk angesprochen mit den Worten zitieren, dass das „schon okay“ sei. „Es geht sehr gut, war nie besser.“
Bereits am Freitag schlug Trump dann wieder andere Töne an. Angesprochen auf ein angeblich für diesen Tag angesetztes Telefonat mit Musk sagte er dem Sender ABC: „Sie meinen den Mann, der seinen Verstand verloren hat?“ Er sei „nicht besonders“ daran interessiert, jetzt mit dem Tesla-Chef zu sprechen. Musk wolle zwar mit ihm reden, behauptete Trump, aber er sei dazu nicht bereit.
Tags zuvor hatten sich Trump und Musk binnen weniger Stunden in aller Öffentlichkeit und in einem bemerkenswerten Tempo zerstritten. Der Präsident drohte dem Tesla-Chef mit dem Entzug aller öffentlichen Aufträge; Musk schrieb auf seiner Plattform X, der Name des Präsidenten komme in den Gerichtsakten des Sexualstraftäters Jeff Epstein vor – deswegen seien diese auch unter Verschluss.
Dass sie sich wieder vertragen, ist nach den verletzenden Aussagen nur schwer vorstellbar. Andererseits hätten beide bei einem anhaltenden Zwist einiges zu verlieren.
So fiel die Tesla-Aktie stark – der Konzern verlor am Donnerstag fast 160 Milliarden Dollar an Börsenwert. Am Freitag erholte sich das Papier im frühen US-Handel nur leicht und lag etwa 3,5 Prozent im Plus.
Wie kam es zum Ende der Männerfreundschaft? Welcher Fortgang deutet sich an? Fakt ist: Es geht um viel Geld, um Macht und um Eitelkeiten.