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Lisa CookTrump fordert Rücktritt von Fed-Gouverneurin – sie reagiert prompt

Der Fed-Gouverneurin wird vorgeworfen, sich mittels falscher Angaben bessere Bedingungen für Immobilienkredite erschlichen zu haben. Nun greift Trump sie an.Astrid Dörner 21.08.2025 - 08:08 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Fed-Gouverneurin Lisa Cook: Bislang wurde noch keine Anklage gegen sie erhoben. Foto: REUTERS

Washington. Zum Start des großen Notenbanker-Treffens in Jackson Hole sorgt US-Präsident Donald Trump für Unruhe bei der Federal Reserve (Fed). So forderte er am Mittwoch, dass Fed-Gouverneurin Lisa Cook zurücktreten müsse. „Cook muss zurücktreten, jetzt!!!“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.

Auslöser war ein Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg über den Vorwurf des Hypothekenbetrugs. Demnach werde der Fed-Gouverneurin vorgeworfen, falsche Angaben gemacht zu haben, um bessere Kreditbedingungen bei Immobiliengeschäften zu bekommen. Bloomberg verweist dabei auf einen Brief des Chefs der staatlichen Häuserfinanzierungsbehörde, Bill Pulte, an die US-Justizministerin Pam Bondi. Beide stehen Trump nah. Bislang wurde keine Anklage erhoben.

Cook reagierte prompt. „Ich habe nicht die Absicht, mich wegen einiger Fragen, die in einem Tweet aufgeworfen wurden, einschüchtern zu lassen und von meinem Amt zurückzutreten“, teilte sie mit. Sie wolle jedoch „durchaus alle Fragen zu meiner finanziellen Vergangenheit als Mitglied der Federal Reserve ernst nehmen“. Von den Vorwürfen habe sie aus den Medien erfahren.

Investoren rechnen mit Zinssenkung im September

Damit weitet Trump seine Angriffe auf die Fed aus. Lange Zeit stand vor allem Notenbank-Chef Jerome Powell im Zentrum von Trumps Kritik. Trump fordert deutlich niedrigere Zinsen. Das würde unter anderem dem angespannten Häusermarkt helfen, weil Hypotheken dann erschwinglicher würden. Zudem würde es auch den Schuldendienst reduzieren.

Powell hält bislang dagegen. Am Freitag hält er eine wichtige Rede auf dem Notenbanker-Treffen in Jackson Hole. Investoren gehen davon aus, dass er dann Zinssenkungen in den kommenden Monaten in Aussicht stellen könnte. Zinshändler gehen mit einer Wahrscheinlichkeit von 81 Prozent davon aus, dass die Fed bei ihrer nächsten Sitzung Mitte September die Zinsen senken wird, wie aus Daten der US-Börse CME hervorgeht.

Trump hatte erst vor wenigen Wochen überraschend die Gelegenheit bekommen, eine Führungsposition der Fed neu zu besetzen. Nach dem überraschenden Rückzug von Fed-Gouverneurin Adriana Kugler nominierte er seinen Wirtschaftsberater Stephen Miran für das Amt. Dieser muss noch vom Senat bestätigt werden, was jedoch als sicher gilt. Trump versuche nun offenbar, auch andere Mitglieder der Fed zum Rücktritt zu bewegen, um so noch größeren Einfluss nehmen zu können, sagt ein Berater in Washington.

Powells Amtszeit läuft im Mai aus. Die Suche nach einem Nachfolger läuft.

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Mit Agenturmaterial

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