KI-Reallabor Gesundheit: KI im Krankenhaus – Ein Reallabor in Stuttgart testet neue Wege
München. Der KI-Hype, den ChatGPT Ende 2022 auslöste, war für die 2007 gegründete KI-Firma Averbis Fluch und Segen zugleich. So beschreibt es Geschäftsführer Patrick Oestringer heute. Er begründet das so: Einerseits gab es plötzlich viele neue Unternehmen am Markt, die Künstliche Intelligenz (KI) anbieten, wodurch Averbis in der Masse unterging. Andererseits hätte der Hype bei ihnen für deutlich mehr Kundenanfragen gesorgt. Auch von Ärztinnen und Ärzten.
Für das Unternehmen, das KI für die Medizinbranche entwickelt, war dieser Aspekt von Vorteil. Denn besonders bei aktuellen Projekten hat Averbis eine Zielgruppe: Ärztinnen und Ärzte in Krankenhäusern. In den kommenden Wochen startet eine wichtige Pilotphase in Stuttgart.
Neben KI-Modellen, die für klinische Studien entwickelt werden, zielt die Firma nämlich seit einigen Jahren auf einen weiteren Geschäftsbereich: KI für medizinisches Personal, die den Zugriff auf Informationen in Patientenakten vereinfacht.
Eine Blaupause für Reallabore im Gesundheitsbereich
Gemeinsam mit dem Bosch Digital Innovation Hub am Stuttgarter Robert-Bosch-Krankenhaus testet und forscht Averbis derzeit im sogenannten KI-Reallabor Gesundheit Baden-Württemberg (BW). Laut Oliver Opitz, der das Bosch Digital Innovation Hub leitet, wurde dieses KI-Reallabor eng nach den Vorgaben des EU AI Acts 2024 eingerichtet. Das ist bisher eine Seltenheit.