USA: Diese Daten zur US-Wirtschaft bleiben trotz Trump belastbar
Berlin. Wer den Leitungsposten einer nationalen Statistikbehörde innehat, ist normalerweise wenig kontrovers. Doch unter Donald Trump als Präsident der USA ist das anders.
Er entließ die bisherige Chefin des Amts für Statistik, als die von ihr verkündeten Daten nicht zu seiner Politik passten. Sie hatten angezeigt, dass zwar einerseits die Inflation moderat blieb, andererseits aber weniger neue Jobs geschaffen wurden als erwartet. Nun leitet ein Vertrauter von Trump die Behörde.
Diese Personalie steht für eine ganze Reihe an Entlassungen und Einsparungen in Behörden der USA. Sie führen dazu, dass immer weniger Daten gesammelt werden können, die für die Analyse der Wirtschaft aber wichtig wären. Für das Berechnen der Inflation beispielsweise müssen die amtlichen Statistiker nun öfter auf Schätzungen zurückgreifen anstatt auf real erhobene Zahlen. Wie es der US-Wirtschaft geht, wird darum immer schwieriger zu sagen.
Das Handelsblatt hat Metriken gefunden, die nicht von staatlicher Seite erhoben werden und potenziell ein ehrlicheres Bild der US-Wirtschaft zeichnen.