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USATrump warnt US-Militärs vor „Invasion von innen“

US-Verteidigungsminister Hegseth und US-Präsident Trump haben die Top-Militärs des Landes zu einem Treffen einberufen. Ihre Botschaft: Eine neue Kriegerkultur und ein Kampf im Inneren. 01.10.2025 - 08:55 Uhr aktualisiert Artikel anhören
US-Präsident Donald Trump in Quantico: Ansage an politische Gegner im Inneren. Foto: REUTERS

Quantico. US-Präsident Donald Trump hat bei einem Treffen vor Hunderten hochrangigen US-Militärs in Quantico, Virginia, die Vereinigten Staaten vor einer „Invasion von innen“ gewarnt.

Die USA hätten jahrzehntelang Billionen für die Verteidigung fremder Grenzen ausgegeben, sagte Trump – „jetzt verteidigen wir die Grenzen unseres Landes“. Er sprach von einem „Feind im Inneren“, den es zu bekämpfen gelte, bevor die Lage außer Kontrolle gerate.

Die ranghöchsten Generäle und Admirale der USA waren vergangene Woche von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth ohne Angabe von Gründen aus der ganzen Welt zu dem Treffen beordert worden. Experten stuften die Zusammenkunft unter anderem angesichts ihrer Größe und Kurzfristigkeit als ungewöhnlich ein.

Abseits von vagen Ankündigungen größerer Reformen im Beschaffungswesen blieb Trump bei seiner Rede bei bekannten Themen: Er reklamierte, mehrere Kriege beendet zu haben, attackierte die „korrupte“ Presse und teilte gegen demokratische Gegner aus.

Seit ihrem Amtsantritt haben Trump und Hegseth tausende US-Soldaten an die Grenze zwischen den USA und Mexiko sowie Nationalgardisten in mehrere amerikanische Städte entsandt. „Wir sollten einige dieser gefährlichen Städte als Trainingsgelände für unser Militär nutzen“, sagte Trump in seiner Rede.

Mit der hochrangigen Admiralin Lisa Franchetti wurde unter Trump die erste Frau an der Spitze eines Militärdienstes entlassen und die Namen von Stützpunkten wiederhergestellt, die zuvor konföderierte Generäle ehrten.

Mehrfach scherzte Trump in seiner Rede, unliebsame Offiziere entlassen zu wollen – eine Drohung, die Verteidigungsminister Hegseth zuvor in ernsterem Ton angedeutet hatte. „Wenn Ihnen nicht gefällt, was ich sage, können Sie gehen. Aber dann ist Ihre Karriere vorbei“, so Trump unter Gelächter im Saal.

Hegseth wettert gegen „fette Generäle“

Zuvor hatte US-Verteidigungsminister Hegseth in seiner Rede vor der versammelten Militärführung mit der bisherigen Ausrichtung der Streitkräfte abgerechnet und kritische Generäle zum Rücktritt aufgefordert.

Jahrelange Diversitätsinitiativen hätten zu einem Verfall des amerikanischen Militärs geführt, sagte Hegseth am Dienstag bei dem Treffen in Quantico. „Es ist völlig inakzeptabel, fette Generäle und Admirale in den Hallen des Pentagons zu sehen“, sagte Hegseth.

Diversitätsinitiativen „verblendeter und rücksichtsloser politischer Führer“ hätten zum Verfall des US-Militärs geführt, wetterte der Verteidigungsminister vor den versammelten Top-Militärs des Landes. „Fette Generäle“ seien „völlig inakzeptabel“.

Generäle, denen seine Worte „das Herz schwer machen“, sollten „das Ehrenhafte tun und zurücktreten“. Präsident Trump sicherte den Militärs seine volle Unterstützung zu.

Hegseth verteidigte vor den schweigenden Zuhörern die Entlassung hochrangiger Offiziere, darunter der ranghöchste schwarze General und die ranghöchste Admiralin der Marine. „Verblendete und rücksichtslose politische Führer“ hätten das Militär vom Kurs abgebracht. „Wir wurden zum ‚Woke-Ministerium‘“, sagte Hegseth und verwendete damit einen in konservativen Kreisen verbreiteten, abfälligen Begriff für Diversitätsinitiativen.

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Teilnehmer des Treffens in Quantico: Neuer Kriegethos. Foto: REUTERS

Er kündigte an, dass bei allen Fitnesstests künftig die männlichen Maßstäbe der Standard sein werden. Zudem betonte er die Bedeutung des Aussehens. „Die Ära des unprofessionellen Erscheinungsbildes ist vorbei. Schluss mit Bärten.“

Hegseth hat seit seinem Amtsantritt daran gearbeitet, im US-Militär ein „Krieger-Ethos“ zu verankern. Trump hat in diesem Zusammenhang per Erlass eine Umbenennung des Verteidigungsministeriums in „Kriegsministerium“ angeordnet, womit Hegseth der „Kriegsminister“ wäre. Diesen Namen trug das Ministerium bis nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Änderung muss noch vom Kongress bestätigt werden.

dpa, rtr, Bloo, bay
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