Finanzielle Bildung: EU will Finanzkompetenz ihrer Bürger stärken
Brüssel, Berlin, Frankfurt. EU-Bürger sollen ihre Ersparnisse rentabler anlegen – unter anderem durch Investitionen in Aktien- oder Anleihemärkte. Die EU-Kommission will dazu die Finanzkompetenz der EU-Bürger stärken und empfiehlt den Mitgliedstaaten, einfache Spar- und Anlagekonten einzuführen, wie aus einem in Brüssel vorgestellten Vorschlag der Behörde hervorgeht.
„Finanzielle Bildung ist der Schlüssel zu Wohlstand und Unabhängigkeit“, sagte die portugiesische EU-Kommissarin für Finanzdienstleistungen und die Spar- und Investitionsunion, Maria Luís Albuquerque, am Dienstag. Wissen allein reiche jedoch nicht aus. „Um sich auf ihre großen Lebensziele vorzubereiten, brauchen die Bürger auch Möglichkeiten, ihre Ersparnisse gewinnbringend anzulegen.“
Der EU-Kommission zufolge haben EU-Bürger eine der höchsten Sparquoten der Welt, nutzen ihr Potenzial aber nicht aus. Die Stärkung der Finanzkompetenz soll daher dabei helfen, Chancen und Risiken besser abwägen zu können. Eine Umfrage der EU-Kommission hatte 2023 ergeben, dass weniger als ein Fünftel der Befragten ihre Finanzkompetenz als sehr hoch einschätzten.
Wirtschaftswachstum durch Investitionen
Die EU möchte, dass mehr Kleinanleger an den Finanzmärkten investieren, damit auch mehr Kapital für Verteidigung und für den grünen und digitalen Wandel zur Verfügung steht. Früheren Angaben der Kommission zufolge liegen rund zehn Billionen Euro Ersparnisse von Bürgerinnen und Bürgern in der EU auf der Bank.