Industrie: ABB verkauft Robotiksparte in Milliardendeal an Softbank
„Der Verwaltungsrat und die Konzernleitung haben Softbanks Angebot sorgfältig geprüft und dem ursprünglich geplanten Spin-off gegenübergestellt“, erklärte ABB-Präsident Peter Voser am Mittwoch. „Es spiegelt die langfristigen Stärken des Robotikgeschäfts wider. Der Verkauf wird unmittelbar Wert für die Aktionärinnen und Aktionäre von ABB schaffen.“ Der Abschluss der Transaktion werde für Mitte bis Ende 2026 erwartet und unterliege noch der Zustimmung der zuständigen Behörden.
Damit bekommt auch der zweite große europäische Industrieroboter-Hersteller einen asiatischen Eigentümer. 2016 hatte bereits der chinesische Midea-Konzern für gut vier Milliarden Euro die deutsche Kuka übernommen.
ABB hatte im April angekündigt, das Robotergeschäft 2026 als eigenständiges Unternehmen an die Börse zu bringen. ABB Robotics beschäftigt etwa 7000 Mitarbeiter. Im Jahr 2024 erwirtschaftete der Bereich einen Umsatz von 2,3 Milliarden Dollar, was etwa sieben Prozent des Konzernumsatzes entspricht. Die operative Marge (Ebita) lag mit 12,1 Prozent deutlich unter den 18,1 Prozent des Gesamtkonzerns.