Energieeffizienz: Energieverbrauch europäischer Immobilien sinkt
Berlin. Der Energieverbrauch im europäischen Immobiliensektor ist in den vergangenen drei Jahren in den meisten Assetklassen zurückgegangen. Das ergab die Auswertung einer Stichprobe von über 400.000 Immobilien in sechs europäischen Märkten mit realen Verbrauchsdaten. Die Nachhaltigkeitsplattform Deepki hat dafür Objekte in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien und den Benelux-Staaten analysiert.
Demnach ist der Endenergieverbrauch seit 2022 im Logistikbereich durchschnittlich am stärksten gesunken (minus 20 Prozent), gefolgt von Büros (minus 16 Prozent), Gesundheits- und Wohnimmobilien. Bei Letzteren war ein Rückgang um 13 respektive zwölf Prozent zu verzeichnen. Im Einzelhandel stagnierte der Energiebedarf.
Bei Hotels sorgte die zunehmende Bettenauslastung nach Ende der Covid-Pandemie für einen Anstieg um knapp ein Fünftel. In diesem Sektor war der Energieverbrauch auch insgesamt am höchsten. 2024 hatten noch Handelsimmobilien an der Spitze gelegen.
Deepki führt die Rückgänge teilweise auf neue Energieeffizienzvorgaben zurück. In Deutschland stünden die sinkenden Energieverbräuche bei Büros und Logistik aber auch mit einem insgesamt schwächeren gesamtwirtschaftlichen Umfeld in Zusammenhang, schreibt das Unternehmen.