SAP: „Besser als befürchtet“ – Zahlen überzeugen auf den zweiten Blick
Walldorf. Die wirtschaftliche Unsicherheit und der Handelsstreit der USA belasten SAP weiter: Im dritten Quartal konnte der deutsche Softwarehersteller im Cloudgeschäft nicht das Wachstumstempo erreichen, das Analysten erwartet hatten. Auch beim Gesamtumsatz verpasste der Konzern den Konsens leicht.
Im nachbörslichen Handel notierte die Aktie denn auch rund 1,5 Prozent im Minus. Am Donnerstagmorgen sprang der Titel an der Frankfurter Börse zum Start zunächst ins Plus, drehte dann aber mehr als ein Prozent ins Minus. Die Investoren schwanken offenbar zwischen Zuversicht und Enttäuschung. „Besser als befürchtet“ sei die Zwischenbilanz, hieß es indes in einer Analyse der Deutschen Bank.
Im Geschäft mit Clouddiensten, die seit 2020 im Mittelpunkt der Strategie des Konzerns stehen, verbuchte SAP 5,29 Milliarden Euro – und damit ein Plus gegenüber dem Vorjahresquartal von 22 Prozent. Der Auftragseingang für die nächsten zwölf Monate, den die Kennzahl Current Cloud Backlog abbildet, erreichte 18,84 Milliarden Euro. Den Umsatz steigerte der Konzern um sieben Prozent auf 9,08 Milliarden Euro.