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PreisentwicklungInflationsrate fällt auf 1,8 Prozent – Benzin und Butter billiger

Die Inflation in Deutschland ist im vergangenen Jahr geringer ausgefallen. Vor allem an der Tankstelle zahlen die Deutschen weniger. An anderer Stelle steigen die Preise. 16.01.2026 - 08:36 Uhr Artikel anhören
Eine Tankstelle im bayerischen Rosenheim: Die Treibstoffpreise sind gesunken. Foto: dpa

Berlin. Sinkende Preise für Benzin, Strom und einige Lebensmittel haben die Inflationsrate in Deutschland im Dezember auf den tiefsten Stand seit mehr als einem Jahr gedrückt. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich nur noch um 1,8 Prozent zum Vorjahresmonat nach jeweils 2,3 Prozent im Oktober und November, wie das Statistische Bundesamt am Freitag eine frühere Schätzung bestätigte. Einen niedrigeren Wert gab es zuletzt im September 2024 mit 1,6 Prozent.

Viele Experten sehen in der konjunkturellen Dauerflaute einen wichtigen Grund für den nachlassenden Preisdruck. Trotz eines leichten Wachstums von 0,2 Prozent im vergangenen Jahr liegt die Wirtschaftsleistung auf dem Niveau von 2019. In diesem Umfeld dürfte es Unternehmen schwerer fallen, höhere Kosten an die Konsumenten weiterzureichen.

Im Gesamtjahr 2025 zogen die Kosten für die Lebenshaltung um durchschnittlich 2,2 Prozent an. In diesem Tempo waren sie bereits 2024 gestiegen. „Die Entwicklung der Verbraucherpreise hat sich damit stabilisiert“, sagte die Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, Ruth Brand. Für 2026 prognostiziert das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) einen Rückgang auf 1,8 Prozent. Profitieren können die Verbraucher etwa vom Wegfall der Gasumlage und von geringeren Netzentgelten.

Preistreiber blieben am Jahresende die Dienstleistungen: Sie verteuerten sich erneut um 3,5 Prozent. Deutlich teurer wurden etwa die Personenbeförderung (+11,4 Prozent), Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+7,7 Prozent) und für den Verkehr (+7,5 Prozent) sowie die Personenbeförderung im Schienenverkehr (+7,2 Prozent).

Für Energie mussten Verbraucher dagegen 1,3 Prozent weniger bezahlen als ein Jahr zuvor (November: -0,1 Prozent). Dabei fielen die Preise für leichtes Heizöl (-3,6 Prozent) und Strom (-1,8 Prozent), ebenso die für Kraftstoffe (-0,7 Prozent). Die Preise für Nahrungsmittel zogen nur noch um 0,8 Prozent an, nach 1,2 Prozent im November. Deutlich günstiger zu haben waren etwa Butter (-31,7 Prozent) und Olivenöl (-17,7 Prozent), während Schokolade (+18,9 Prozent) sowie Fleisch und Fleischwaren (+3,9 Prozent) teurer wurden.

Die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die sogenannte Kerninflation, fiel auf 2,4 Prozent. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt in der Währungsunion mittelfristig eine Inflation von zwei Prozent an. Die nach europäischen Standards berechnete deutsche Inflationsrate lag im Dezember exakt bei 2,0 Prozent. Die EZB hat ihren Leitzins von Mitte 2024 bis Mitte 2025 achtmal auf aktuell zwei Prozent gesenkt, weil der Preisdruck insgesamt nachgelassen hat. Die meisten Experten gehen davon aus, dass sie ihren Leitzins in den kommenden Monaten nicht verändern wird.

rtr
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