Rohstoffe: Kasachstan will Ölexporte nach Deutschland weiter steigern
Almaty. Kasachstan will seine Öllieferungen nach Deutschland dieses Jahr ausweiten. Der staatliche Öl- und Gaskonzern Kazmunaygaz kündigte am Freitag an, die Exporte 2026 auf 2,5 Millionen Tonnen zu steigern. Im vergangenen Jahr lagen die Lieferungen bei 2,146 Millionen Tonnen.
Die Bedeutung Kasachstans für die deutsche Energieversorgung hat bereits deutlich zugenommen. Nach Angaben des Pipeline-Betreibers Kaztransoil flossen 2025 über die russische Druschba-Pipeline 2,146 Millionen Tonnen kasachisches Öl in die Bundesrepublik. Dies entspreche einem Anstieg von 44 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dagegen seien die Exporte über die Route Baku-Tiflis-Ceyhan (BTC) um elf Prozent auf 1,263 Millionen Tonnen gesunken.
Um die Lieferketten aufrechtzuerhalten, greife der Konzern auch auf kurzfristige Anpassungen zurück. So habe Kazmunaygaz im Dezember 2025 rund 300.000 Tonnen Öl umgeleitet, hieß es weiter. Grund seien Einschränkungen bei der Pipeline des Kaspischen Pipeline-Konsortiums (CPC) gewesen.
Deutschland bemüht sich seit dem russischen Angriff auf die Ukraine verstärkt um Alternativen zu russischem Öl, wobei Kasachstan eine wichtige Rolle für die Versorgung der Raffinerie im brandenburgischen Schwedt spielt.