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Ein Jahr ElbphilharmonieEin bisschen wie Schloss Neuschwanstein

Seit einem Jahr strahlt Hamburgs neues Wahrzeichen über dem Hafen. Hamburger und Touristen genießen auf der Plaza die Aussicht in 37 Metern Höhe und staunen über das Klangwunder. Streit gibt es um die „Elphi“ kaum noch. 11.01.2018 - 09:50 Uhr Artikel anhören

Die Elbphilharmonie hat sich vom Millionengrab zum wirtschaftlich erfolgreichen Touristenmagneten gewandelt.

Foto: dpa

Hamburg. Die Elbphilharmonie ist schon jetzt eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Deutschland und lässt den jahrelangen Streit um Kosten und Bauverzögerungen vergessen: Im ersten Jahr besuchten 4,5 Millionen Menschen die Plaza - das sind mehr Besucher als auf Schloss Neuschwanstein oder in der Sixtinischen Kapelle in Rom. Klassikstars wie Riccardo Muti, Yo-Yo Ma und Cecilia Bartoli gaben sich die Klinke in die Hand. Aber auch Bands wie die Einstürzenden Neubauten, Hollywood-Star John Malkovich oder Sänger Rufus Wainwright wurden von den Zuschauern gefeiert.

„Wir haben Hamburg als Kulturstadt neu auf die Landkarte setzen können. Die Elbphilharmonie ist längst etwas, das alle Hamburger als ihren eigenen Schatz begreifen“, sagte Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) der dpa. Anbei die wichtigsten Stichworte zur „Elphi“:

Architektur: Die Botschaft „Hello World, Open!“ leuchtete am Ende der spektakulären Eröffnung am 11. Januar 2017 an der Fassade - und die ganze Welt ist begeistert von Hamburgs neuem Wahrzeichen. „Ein bisschen Sydney Opera House, ein bisschen Schloss Neuschwanstein“, schwärmte nicht nur die italienische Tageszeitung „La Repubblica“.

Elbphilharmonie: Chronologie einer Kostenexplosion
Nach neuneinhalb Jahren Bauzeit und jahrelangen Querelen um Kostensteigerungen und Bauverzögerungen übergibt der Baukonzern Hochtief die Elbphilharmonie an die Stadt Hamburg. Eine Chronologie der Ereignisse.
Oktober 2001: Der Architekt Alexander Gérard tritt an den Hamburger Senat mit der Idee heran, eine neue Konzerthalle auf dem Kaispeicher A zu realisieren.Juni 2003: Die Schweizer Star-Architekten Herzog & de Meuron präsentieren den ersten Entwurf der Elbphilharmonie: eine gläserne „Welle“ auf dem alten Kaispeicher.Juli 2005: Die erste Machbarkeitsstudie geht von Gesamtkosten in Höhe von 186 Millionen Euro aus. Der Anteil der öffentlichen Hand soll bei 77 Millionen Euro liegen. Geplante Eröffnung 2010.
November 2006: Bürgermeister Ole von Beust (CDU) gibt bekannt, dass die Elbphilharmonie teurer wird als geplant. Die Kosten steigen auf 241,3 Millionen Euro, der Anteil der Stadt auf 114,3 Millionen Euro.April 2007: Grundsteinlegung Elbphilharmonie.November 2008: Kultursenatorin Karin von Welck räumt ein, dass sich die Kosten für den Steuerzahler um 209 Millionen Euro auf 323 Millionen Euro erhöhen. Neuer Eröffnungstermin ist im Mai 2012. Tatsächlich steigen die Kosten für die Stadt durch diesen vereinbarten Nachtrag auf 495 Millionen Euro.
Mai: Der von der Hamburger Bürgerschaft eingesetzte parlamentarische Untersuchungsausschuss nimmt seine Arbeit auf, um die Ursachen der Kostensteigerungen herauszufinden.Mai: Richtfest auf der Baustelle der Elbphilharmonie. Die Feierlichkeiten werden von Protesten begleitet.
Juli: Der Baukonzern kündigt erneut eine Verzögerung an. Nun soll die Elbphilharmonie am 15. April 2014 übergeben werden.November: Stillstand auf der Baustelle: Hochtief stellt die Arbeiten am Dach wegen Sicherheitsbedenken ein.
2. Februar: Ex-Bürgermeister Ole von Beust (CDU) sagt vor dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss aus. Er übernimmt die politische Verantwortung, würde aber wieder so entscheiden.14. April: Der Senat legt einen Plan zum Weiterbau der Elbphilharmonie vor. Gleichzeitig setzt die Stadt Hochtief ein Ultimatum, das Dach bis zum 31. Mai abzusenken.23. November: Das Saaldach der Elbphilharmonie wird erfolgreich abgesenkt, d.h. mit dem Gebäude verbunden. Der Streit darüber war einer der wesentlichen Gründe für den Baustillstand.15. Dezember: Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) verkündet, dass die Stadt die Elbphilharmonie mit Hochtief zu Ende bauen will. Dafür erhält der Baukonzern erneut 200 Millionen Euro, übernimmt aber auch sämtliche Risiken. Fertigstellungstermin: Oktober 2016.
Juni: Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) gibt bekannt, wie viel die Elbphilharmonie insgesamt - mit Hotel und Parkhaus - die Stadt kosten wird: 789 Millionen Euro, zehnmal so viel wie geplant.
April: Der parlamentarische Untersuchungsausschuss legt seinen Abschlussbericht vor. Danach sind eine unfertige Planung und überforderte Politiker für das Baudesaster verantwortlich.
26. Juni: Die öffentliche Plaza in 37 Metern Höhe wird der Presse vorgestellt. Kommentar von Kultursenatorin Barbara Kisseler (parteilos): „Da bleibt einem die Spucke weg.“
3. Februar: Die „weiße Haut“ des japanischen Akustikers Yasuhisa Toyota im Großen Saal ist fertig. Die innovative Wandverkleidung soll auf 2100 Plätzen vollen Klanggenuss ermöglichen.11. April: Generalintendant Christoph Lieben-Seutter stellt das Programm für die erste Saison in der Elbphilharmonie vor. Das NDR Elbphilharmonie Orchesters unter Leitung von Thomas Hengelbrock wird das Konzerthaus am 11. Januar 2017 unter anderem mit einer Uraufführung von Wolfgang Rihm eröffnen.30. Juni: Der große Konzertsaal mit 2100 Plätzen wird vom Bauunternehmen Hochtief an die Stadt übergeben. Neben Restarbeiten stehen nun die Abnahme des Saals und der technische Probebetrieb an.September: Erste Geheimprobe des NDR Elbphilharmonie Orchesters unter Leitung von Thomas Hengelbrock. Sein Kommentar: „Prima, Herr Toyota. Den nehmen wir!“31. Oktober: Der Baukonzern Hochtief übergibt intern das fertige Gebäude an die Stadt Hamburg. Auf der gläsernen Fassade erscheint durch erleuchtete Fenster das Wort „FERTIG“.4. November: Festakt zur Übergabe des Gebäudes. Die Plaza, das Hotel und die Gastronomie werden für die Besucher geöffnet.Quelle: dpa
1. Januar 2017: Uraufführung der Performance „Figure Humaine“ von Sasha Waltz & Guests in den Foyers der Elbphilharmonie.11. Januar 2017: Eröffnung der Elbphilharmonie mit einem Festakt und einem Konzert des NDR Elbphilharmonie Orchesters unter Leitung von Thomas Hengelbrock. Erwartet werden auch Bundespräsident Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Das einzige Gebäude, das noch mit der „gläsernen Welle“ der Schweizer Architekten Herzog & de Meuron mithalten könne, sei die Oper von Sydney, schrieb die „Süddeutsche Zeitung“. Bundespräsident Joachim Gauck bezeichnete die Elbphilharmonie in seiner Eröffnungsrede „als Juwel der Kulturnation Deutschland“.

Dank der Elbphilharmonie erscheint Hamburg plötzlich in den Top-Rankings der Reiseführer und wird als „Place to be“ gepriesen. Auch gekrönte Häupter wie der britische Prinz William und seine Ehefrau Kate waren von der „Elphi“ begeistert - und Herzogin Kate schwang sogar den Taktstock.

Plaza: Tausende Menschen strömen auch ohne Konzertkarte jeden Tag auf die Plaza in 37 Metern Höhe, um den Rundumblick über den Hafen zu genießen. Nicht nur die Hamburger lieben die Aussichtsplattform in luftiger Höhe.

Nirgendwo sonst kann man den Hafen so hautnah erleben, scheinen die vorbeifahrenden Schiffe zum Greifen nah. Sogar einen Heiratsantrag soll es vor der atemberaubenden Kulisse schon gegeben haben. Wenn die Sonne untergeht und die Blaue Stunde beginnt, sind die Lichtreflexionen besonders spektakulär - hier zückt jeder sein Handy, um den Moment im Bild festzuhalten.

Die Elbphilharmonie in Zahlen
Das Haus ist 110 Meter hoch. 400 m² groß ist die Plaza auf 37 Metern Höhe. 1.100 Fensterelemente wurden eingesetzt; die gesamte Fassade ist 16.000 m² groß.
18.000 Tonnen Stahl und 63.000 Kubikmeter Beton wurden verbaut, insgesamt wiegt die Elbphilharmonie 200.000 Tonnen – das sind 722 Airbus A380 oder 2,5 Mal die Queen Mary. Allein das Dach wiegt 8.000 Tonnen.
Der große Konzertsaal bietet Platz für 2.100 Besucher. Es wurden 12.500 Tonnen Stahl verbaut, der von 362 Federpaketen gehalten wird. Für eine optimale Akustik wurde der Raum mit 10.000 individuell gefertigten Gipsfaserplatten verkleidet. Die Deckenhöhe beträgt 50 Meter. Die Orgel hat 4.765 Pfeifen.
Verfügbare Tickets im ersten Halbjahr: 450.000. Davon sind mehr als 80 Prozent bereits verkauft. Die Subventionen pro Zuschauerplatz betragen knapp zehn Euro.
Das Hotel in der Elbphilharmonie hat 244 Zimmer ab 247 Euro die Nacht. Die Eignersuite mit Balkon gibt es ab 3.000 Euro. Der Wellnessbereich ist 1.300 m² groß. Im Untergeschoss befinden sich 500 Parkplätze.
45 Eigentumswohnungen zwischen 120 und 400 m² sind integriert. Das Penthouse in der 26. Etage kostet 35.000 Euro pro Quadratmeter und ist damit die teuerste Wohnung Hamburgs.
Kostenentwicklung für den Steuerzahler:Juli 2005: 77 Mio. EuroFebruar 2007: 272 Mio. EuroNovember 2008: 495 Mio. EuroApril 2013: 789 Mio. Euro
Kosten für den Spielbetrieb pro Jahr: sechs Millionen Euro

Akustik: Die meisten Kritiker und Musiker stellen dem neuen Konzerthaus, für dessen Akustik der Japaner Yasuhisa Toyota verantwortlich ist, ein positives Zeugnis aus und schwärmen vom „glasklaren Klang“ und der „Transparenz“.

„Die akustischen Verhältnisse in der Elbphilharmonie sind zwar insgesamt großartig, aber je nach Repertoire bisweilen auch kompliziert“, meint der Chefdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters, Thomas Hengelbrock. Fest steht, dass der Saal keine Fehler verzeiht. Wenn ein Musiker oder Sänger den Ton nicht genau trifft, dann fällt das auf. Das heißt aber auch: Je besser ein Orchester, desto besser der Klang. Was man als Zuhörer unbedingt vermeiden sollte: husten oder rascheln, denn auch das ist nur allzu gut zu hören.

Programm: In der Eröffnungssaison gab sich das „Who is Who“ der Klassikszene die Klinke in die Hand: von den Wiener Philharmonikern bis zum Chicago Symphony Orchestra, von Yo-Yo Ma bis Cecilia Bartoli. Hinzu kamen anspruchsvolle Themenfestivals mit verschiedenen Schwerpunkten wie „New York Stories“ oder „Salam Syria“.

Und so wird es in der kommenden Saison weitergehen, wirft man einen Blick auf das neue Programm: So sind das London Symphony Orchestra und das Cleveland Orchestra zu Gast, zu den Solisten gehören Anne-Sophie Mutter, Jonas Kaufmann und Hélène Grimaud. „Eine ganze Reihe spannender Künstler war noch nicht in der Elbphilharmonie und diejenigen, die schon da waren, freuen sich darauf, wieder zu kommen“, sagt Intendant Christoph Lieben-Seutter.

Metropolitan Opera

Eine Deutsche singt gegen die Krise

Karten: Die Nachfrage nach Karten für die Elbphilharmonie reißt auch ein Jahr nach der Eröffnung nicht ab. Weil der Server immer, wenn neue Karten in den Verkauf gingen, zusammenbrach, entschieden sich die Anbieter für ein neues, zweistufiges Vergabeverfahren: Zunächst können sich alle Interessierten in Ruhe für die Konzerte ihrer Wahl registrieren lassen. Danach entscheidet der Computer per Zufall, ob man auch ein Ticket erhält oder nicht. „Es stimmt nicht, dass die Elbphilharmonie auf Jahre ausverkauft ist, denn es kommen laufend neue Konzerte dazu“, sagte Intendant Lieben-Seutter. Er glaubt, dass der Hype noch ein, zwei Jahre anhalten wird.

Die wichtigsten Etappen des Projekts Elbphilharmonie
Der Architekt Alexander Gérard tritt an den Hamburger Senat mit der Idee heran, eine neue Konzerthalle auf dem Kaispeicher A zu realisieren.
Die Schweizer Star-Architekten Herzog & de Meuron präsentieren den ersten Entwurf der Elbphilharmonie.
Die erste Machbarkeitsstudie geht von Gesamtkosten in Höhe von 186 Millionen Euro aus. Der Anteil der öffentlichen Hand soll bei 77 Millionen Euro liegen.
Bürgermeister Ole von Beust (CDU) gibt bekannt, dass die Elbphilharmonie teurer wird als geplant. Die Kosten steigen auf 241,3 Millionen Euro, der Anteil der Stadt auf 114,3 Millionen Euro.
Grundsteinlegung Elbphilharmonie.
Kultursenatorin Karin von Welck (parteilos) gibt bekannt, dass die Eröffnung der Elbphilharmonie um ein Jahr auf Herbst 2011 verschoben wird.
Nach Spekulationen über Mehrkosten in Höhe von bis zu 140 Millionen Euro muss Projektleiter Hartmut Wegener gehen. Sein Nachfolger wird Heribert Leutner.
Senatorin von Welck räumt ein, dass sich die Kosten für den Steuerzahler um 209 Millionen Euro auf 323 Millionen Euro erhöhen. Neuer Eröffnungstermin ist im Mai 2012.
Die Stadt Hamburg verklagt den Baukonzern Hochtief. Die Stadt fordert unter anderem einen belastbaren Terminplan, der immer noch nicht vorliege.
Der von der Hamburger Bürgerschaft einstimmig eingesetzte parlamentarische Untersuchungsausschuss nimmt seine Arbeit auf, um die Ursachen der Kostensteigerungen herauszufinden. Richtfest auf der Baustelle der Elbphilharmonie. Die Feierlichkeiten werden von Protesten begleitet.
Der Baukonzern kündigt erneut eine Verzögerung an. Nun soll die Elbphilharmonie am 15. April 2014 übergeben werden.
Stillstand auf der Baustelle: Hochtief stellt die Arbeiten am Dach wegen Sicherheitsbedenken ein.
Hochtief verschiebt den Übergabetermin von April 2014 auf November 2014.
Ex-Bürgermeister von Beust sagt vor dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss aus. Er übernimmt die politische Verantwortung, würde aber wieder so entscheiden.
Der Senat legt einen Plan zum Weiterbau der Elbphilharmonie vor. Gleichzeitig setzt die Stadt Hochtief ein Ultimatum, bis zum 31. Mai am Saaldach weiterzubauen.
Das erste Ultimatum der Stadt an Hochtief läuft aus. Hochtief kündigt an, die Arbeiten an der Elbphilharmonie wieder aufzunehmen.
Nachdem auf der Baustelle nichts passiert ist, setzt die Stadt Hochtief ein zweites Ultimatum bis zum 4. Juli.
Das zweite Ultimatum der Stadt an Hochtief endet. Die Stadt Hamburg und Hochtief einigen sich. Der Baukonzern will die Elbphilharmonie fertigstellen.

Wirtschaftlicher Erfolg: Die Elbphilharmonie ist nicht nur ein Zuschauermagnet, sondern auch wirtschaftlich erfolgreich. „Sowohl beim Konzertkartenverkauf, den Vermietungen und bei der Anzahl der Plazabesucher wurden unsere Erwartungen bei weitem übertroffen“, sagte Kultursenator Carsten Brosda (SPD).

Durch die überaus positive Resonanz sei auch das wirtschaftliche Ergebnis der Saison 2016/17 für die beiden städtischen Gesellschaften deutlich besser ausgefallen, als ursprünglich kalkuliert. Zwischen Januar und Juli 2017 erzielten die beiden Betriebsgesellschaften einen Überschuss von 900.000 Euro. Auch die Zahl der Übernachtungen ist gestiegen. „Die Elphi wird jeden Cent, den sie gekostet hat, zurückverdienen!“, meinte der Vorsitzende der CDU-Fraktion, André Trepoll.

Treppen: Die einzigartige Architektur sorgte in der Anfangszeit auch für einige Probleme. So kam es wegen der steilen und verwinkelten Treppen, die manchmal wie eine einzige Fläche wirken, zu etlichen Stürzen. Hier besserten die Verantwortlichen in der Sommerpause mit baulichen Maßnahmen nach. Dafür wurden die Treppen in den Foyers und im Großen Saal mit einem 15 Millimeter breiten schwarzen Streifen markiert.

Vor der ersten und letzten Stufe zeigt zudem jeweils ein zweiter 15 Millimeter breiter Streifen den Beginn und das Ende einer Treppe an. Die Markierungen wurden so angebracht, dass sie auch mit einem Blindenstock ertastet werden können.

Disharmonie: Bei all den Lobeshymnen auf die Elbphilharmonie gab es aber auch einige Dissonanzen. So verlief der Wechsel von Chefdirigent Thomas Hengelbrock zu seinem Nachfolger Alan Gilbert nicht reibungslos. Für die Eröffnungskonzerte wurde Hengelbrock noch gefeiert; dann teilte der Norddeutsche Rundfunk (NDR) im Juni mit, dass Hengelbrock seinen Vertrag beim NDR Elbphilharmonie Orchester über 2019 hinaus nicht verlängern werde.

Wenige Tage nach der Bekanntgabe präsentierte der NDR den amerikanischen Dirigenten Alan Gilbert als Nachfolger. Hengelbrock bezeichnete das Vorgehen in einem Interview als „sehr unerfreulich“ und teilte mit, dass er schon 2018 aufhören werde.

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Image: Die Elbphilharmonie sollte von Anfang an kein elitärer Musentempel, sondern „Ein Haus für alle“ werden - und das ist auch gelungen. Ob bei einem Workshop in der „Instrumentenwelt“ in der verschiedene Instrumente ausprobiert werden können, oder einem der zahlreichen Schulkonzerte – jeden Tag sind auch Kinder und Jugendliche in dem neuen Konzerthaus unterwegs – und Menschen, die mit klassischer Musik bisher nicht so viel anfangen konnten.

Das zeigt sich auch immer wieder, wenn einige Besucher strenge Klassikregeln brechen und zwischen den Sätzen klatschen. Das kann man bedauern oder gerade sympathisch finden – Auftrag erfüllt. „Mit der Elbphilharmonie hat die Kultur einen festen Platz im Herzen der Stadt bekommen“, meint Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD).

dpa
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