1. Startseite
  2. Arts und Style
  3. Kunstmarkt
  4. Die Kunstmärkte im Umbruch: Die bürgerliche Liebe zur Kunst

Die Kunstmärkte im Umbruch, Teil 5Die bürgerliche Liebe zur Kunst

Im letzten Teil der Serie zu den Wandlungen im Kunstmarkt werden die Nachkriegsjahrzehnte betrachtet. Damals trugen Selbstständige und Unternehmer dazu bei, dass der Kunsthandel wieder aufblühte.Christian Herchenröder 25.03.2018 - 13:18 Uhr Artikel anhören

Paul Cézannes „Knabe in roter Weste“ stammt aus der Sammlung Jakob Goldschmidt. Dieses und sechs weitere Meisterwerke wurden 1958 in nur 15 Minuten versteigert.

Foto: Archiv

Berlin. Dass der Kunstmarkt des 20. Jahrhunderts kein vom politischen und wirtschaftlichen Geschehen abgekoppeltes Eigenleben führte, zeigte sich schon in Jahren kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Nur langsam erholten sich die nationalen Märkte. Finanzkontrollen, inflationäre Währung und chaotische Steuerbestimmungen lähmten zunächst den Absatz, nur langsam erholten sich die Preise.

Die Fünfzigerjahre in Deutschland waren geprägt vom Wirtschaftswunder und von der Wiedergutmachung für die seit 1937 verfemten deutschen Expressionisten. Bildungsbürger begeisterten sich für die modernen Maler Picasso, Braque, Matisse und Modigliani und die abstrakten Maler Serge Poliakoff und Pierre Soulages. Picassos „Mädchen mit Taube“ wurde neben Franz Marcs „Blauen Pferden“ eines der meistverkauften Postkartenmotive der Epoche in Deutschland.

Marksteine der Marktprogression setzte Roman Norbert Ketterer, der 1946 sein „Stuttgarter Kunstkabinett“ gründete, als Auktionsforum für die rehabilitierte Moderne. Zu seinen Kunden zählte Verleger Lothar-Günther Buchheim. Als Ketterer 1954 die Sammlung Nell Walden versteigerte, lagen die Preise für die Graphik von Max Beckmann bei 30 bis 220 D-Mark, für die Blätter von Kirchner bei maximal 2 650 D-Mark. Den höchsten Preis der Auktion erzielte mit 57.000 D- Mark Oskar Kokoschkas Bildnis Herwarth Waldens, das später die Londoner Galerie Marlborough erwarb, die es 1966 für 600.000 D-Mark an die Stuttgarter Staatsgalerie verkaufte.

Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
remind.me
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Homeday
Immobilienbewertung von Homeday - kostenlos, unverbindlich & schnell
Anzeige
IT Boltwise
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal
Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de
Produktvergleich - schnell zum besten Produkt