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LuftfahrtLufthansa streicht wegen Coronavirus alle China-Flüge

Europas größte Fluggesellschaft folgt British Airways und anderen Fluggesellschaften. An Bord eines Lufthansa-Jets gab es einen Verdachtsfall.Jens Koenen 29.01.2020 - 16:38 Uhr aktualisiert

Die Airline streicht ihre Flüge von und nach China.

Foto: dpa

Frankfurt. Nach der wachsenden Ausbreitung des Coronavirus streicht die Lufthansa-Gruppe vorerst alle Flüge nach China. Das teilte die nach Umsatz größte Fluggesellschaft Europas am Mittwochnachmittag mit. Die Maßnahme gelte zunächst bis zum 9. Februar. Ausgenommen ist das Ziel Hongkong.

Aus operativen Gründen sei die Buchungsannahme für Flüge nach China (Festland) bis Ende Februar gestoppt. „Lufthansa, Swiss und Austrian Airlines werden ihre jeweiligen Ziele in China noch ein letztes Mal anfliegen. Damit wollen wir zum einen unseren Gästen die Möglichkeit geben, ihren geplanten Flug wahrzunehmen sowie unseren Crews nach Deutschland, in die Schweiz und Österreich zurückzukehren“, heißt es in der Mitteilung.

Am Mittwochmorgen hatte bereits British Airways alle Verbindungen nach China vorerst abgesagt. Hier hatte allerdings die britische Regierung zuvor eine Reisewarnung für China ausgesprochen. Eine entsprechende Warnung gibt vonseiten der Bundesregierung bisher nicht.

Kurz zuvor gab American Airlines bekannt, die Verbindungen von Los Angeles nach Peking und Schanghai bis Ende März einzustellen. Auch United Airlines, Cathay Pacific, Lion Air, Air Seoul oder Air India entschieden, alle oder bestimmte Flüge ausfallen zu lassen.

Am Mittwoch hatte es an Bord eines Lufthansa-Jets bezüglich Corona einen Verdachtsfall gegeben. Betroffen war ein Flug von Frankfurt nach Nanjing in Ostchina. Einer der Passagiere, ein Chinese, der einige Tage zuvor in Wuhan war, litt an Husten. Die Crew meldete das an die chinesischen Behörden. Die ordneten daraufhin die Untersuchung des Passagiers und seiner Sitznachbarn an.

Ein Ergebnis ist noch nicht bekannt. Da die Crew aus Sicherheitsgründen nicht einreisen konnte, flog sie unmittelbar wieder zurück nach Frankfurt. Hier informierte Lufthansa ebenfalls die zuständigen Behörden.
Mit Agenturmaterial

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