Coronakrise: Goldman-Chef Solomon zeichnet düstere Prognose für Amerika
Solomon sieht vor allem die Dienstleistungsindustrie in den USA durch die Coronakrise geschädigt.
Foto: APDenver. David Solomon hat seine Worte sorgfältig gewählt. Während die Politiker um neue Hilfspakete ringen, sendete der Chef der Investmentbank Goldman Sachs eine klare Botschaft nach Washington. Es sei besser, jetzt mehr Geld auszugeben, um die schweren wirtschaftlichen Folgen der Pandemie abzufedern, „statt zuzulassen, dass sich die Lage weiter verschlechtert und es später noch teurer wird“, sagte er am Mittwoch bei einer Online-Veranstaltung des renommierten Economic Club in New York.
Solomon stimmte mit Blick auf die Wirtschaft des Landes pessimistische Töne an. Seitdem Bundesstaaten in den vergangenen Monaten ihre Shutdowns beendet hätten, habe die Aktivität wieder angezogen. Doch damit werde es erst mal vorbei sein. „Wir werden schlechtere Wirtschaftsdaten sehen“, prognostizierte Solomon. „Ich denke, uns stehen sehr holprige Zeiten bevor.“
Schuld daran ist vor allem die sich beschleunigende Corona-Pandemie, die in vielen US-Bundesstaaten wütet. Kalifornien, Colorado und andere Bundesstaaten haben die Öffnungen ihrer Wirtschaft in den vergangenen Wochen wieder zurückgefahren, weil die Ansteckungsgefahr in Restaurants und Bars etwa zu groß ist.