Venture Capital: Prominente Investoren starten 125-Millionen-Fonds für Hightech aus Deutschland
Der Gründer der Apeiron Investment Group gewann für seinen Fonds Elevat3 den streitbaren US-Investor Thiel als strategischen Partner und Investor.
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Foto: PR / Apeiron Investment, Bruno LEVY/CHALLENGES-REA/laif (M)Düsseldorf, Frankfurt. Christian Angermayer ist sicher einer der schillerndsten Start-up-Investoren Deutschlands. Mit Anfang 20 brach er sein Studium ab, um ein erfolgreiches Biotechunternehmen aufzubauen. Später setzte er viel Geld auf die Erforschung psychedelischer Drogen als Heilmittel gegen psychische Krankheiten. Und als das japanische Unternehmen Softbank in den skandalumwitterten Zahlungsabwickler Wirecard investieren wollte, brachte er alle Seiten zusammen, um daran Millionen zu verdienen.
Vor allem aber investierte er in den vergangenen zehn Jahren mit seiner Investmentgesellschaft Apeiron Investment Group in rund 50 Start-ups in Europa und den USA. In dieser Zeit knüpfte der in der Oberpfalz geborene 42-Jährige nicht nur ein Netzwerk zu Unternehmern – sondern auch zu Geldgebern in aller Welt. Und die vertrauen ihm zunehmend auch ihr Geld an.
Wie das Handelsblatt in Marktkreisen erfuhr, legt Angermayer gerade einen 125 Millionen Euro schweren Fonds namens Elevat3 auf. 100 Millionen Euro hat er laut Insidern nach wenigen Wochen bereits eingesammelt.
Der Fokus des Fonds, das geht aus Investorenpräsentationen hervor, ist Hightech aus Deutschland: Künstliche Intelligenz, Raumfahrttechnologie, Internetsicherheit, Biotech, Blockchain und Fintech. Eine wilde Mischung - aus Sicht von Angermayer hat Deutschland aber genau in diesen Technologiefeldern Chancen. Das sagte der Investor vor wenigen Wochen im Podcast Handelsblatt Disrupt.