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Beratungen der BundesländerSechswöchige Testphase: Fußball-Bundesliga könnte doch mit Zuschauern in die Saison starten

Pünktlich zum Start der Fußball-Bundesliga könnten sich die Länder doch noch auf Fans in allen Stadien verständigen. Die Entscheidung fällt Dienstag.Gregor Waschinski, Daniel Delhaes 11.09.2020 - 18:39 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Bei den Testspielen während der Sommervorbereitung hielten sich vornehmlich die Ersatzspieler auf den Tribünen auf.

Foto: AP

Berlin. Eigentlich hatten sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder Ende August darauf verständigt, dass die Fußball-Bundesliga ohne Zuschauer starten soll. „Zum einheitlichen Umgang mit Zuschauern bei bundesweiten Sportveranstaltungen wird eine Arbeitsgruppe auf Ebene der Chefs der Staatskanzleien eingesetzt, die bis Ende Oktober einen Vorschlag vorlegen soll“, hieß es in dem Beschluss.

Doch wie so oft bei den Corona-Maßnahmen gingen einige Länder eigene Wege: In Sachsen verkündete RB Leipzig, zum Saisonauftakt eine begrenzte Zahl an Fans ins Stadion zu lassen. Auch die Berliner Klubs Hertha und Union wollen vor Zuschauern spielen, an diesem Freitag erhielt dann Eintracht Frankfurt vom zuständigen Gesundheitsamt die Fan-Erlaubnis.

Der Druck ist groß, zum ersten Spieltag, der am 18. September startet, doch noch eine bundeseinheitliche Linie für Großveranstaltungen im Sport festzulegen. Nach Informationen des Handelsblatts berieten in dieser Woche Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) und die Staatskanzleien der Länder über eine Lösung. 

In Länderkreisen heißt es, dass es zum Start der Fußball-Bundesliga eine sechswöchige Testphase mit Fans im Stadion geben könnte. Voraussetzung sei, dass die Vereine ihre Hygienekonzepte mit den Gesundheitsämtern abstimmen. Der von den Ländern diskutierte Plan sieht Auslastungsgrenzen in den Stadien zwischen 20 und 30 Prozent vor.

In der Diskussion sind auch fixe Obergrenzen wie 8500 Zuschauer. Die Überlegungen der Länder gehen dahin, dass keine Gästefans in die Stadien dürfen. Über personalisierte Tickets müsse die Nachverfolgung von Kontakten gewährleistet sein. Stehplätze dürfe es nicht geben, Alkohol soll nicht ausgeschenkt werden.

An diesem Freitag schalteten sich die Ländervertreter erneut zusammen, bei der Konferenz gab es nach Angaben von Ländervertretern noch keine endgültige Entscheidung. Die soll demnach nun bei weiteren Beratungen am Dienstag fallen. 

Trainingseinheit in München: Besonders streng sind die Corona-Regeln in Bayern.

Foto: AFP

Noch offen sei, ob alle Bundesländer bei der Linie mitziehen. Besonders streng sind die Corona-Regeln in Bayern. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte gesagt, dass ein Saisonstart der Fußball-Bundesliga mit Zuschauern angesichts steigender Infektionszahlen das „falsche Signal“ wäre.

In Baden-Württemberg hatte Innenminister und CDU-Landeschef Thomas Strobl dagegen kürzlich gefordert, Profifußball mit Fans zu ermöglichen. Spiele mit Zuschauern ließen sich organisieren, „wenn alle die Hygiene- und Abstandsregeln einhalten“. 

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Natürlich könne man ein Fußballstadion in diesen Zeiten nicht voll besetzen, so Strobl. „Aber wenn normalerweise 50.000 reinpassen, können zum Beispiel 5000 an der frischen Luft einen sehr guten Abstand halten.“ Man müsse nachvollziehen können, wer sich im Stadion aufhält, um mögliche Infektionsketten zu durchbrechen. Personalisierte Tickets seien daher zwingend.

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