Leere Börsenhüllen: Goldman-Strategen erwarten Übernahmen in Höhe von 300 Milliarden Dollar durch Spacs
„Wir gehen davon aus, dass die Spac-Aktivitäten bis ins Jahr 2021 anhalten werden“, sagten die Goldman-Strategen.
Foto: ReutersFrankfurt. Durch Spacs könnten in den nächsten zwei Jahren Fusionen und Übernahmen (M&A) im Wert von 300 Milliarden Dollar vollzogen werden, so Experten von Goldman Sachs.
Sogenannte Special purpose acquisition companies, kurz Spacs, haben bis 2020 rund 70 Milliarden Dollar aufgebracht – eine Verfünffachung gegenüber dem letzten Jahr, so die Strategen.
Der Grund für den Deal-Boom ist die Jagd nach Rendite sowie eine Verlagerung des Spac-Fokus auf Wachstumswerte von Value- und Retail-Investoren, die nach nicht-traditionellen und Early-Stage-Unternehmen suchen, sagten sie.
Spacs sind Mantelgesellschaften, die zunächst Kapital über einen Börsengang einsammeln, um das Geld später in die Übernahme eines noch nicht identifizierten Unternehmens zu investieren.
In den USA haben sich Spacs in diesem Jahr zu einer beliebten IPO-Alternative entwickelt, weil sie eine Möglichkeit bieten, weniger reguliert an die Börse zu gehen. Auf diese Art und Weise hat auch der umstrittene Brennstoffzellen-Lkw-Entwickler Nikola seine Neuemission gestemmt.
Laut Goldman hat eine Anzahl von 205 Spacs insgesamt 61 Milliarden Dollar durch Börsengänge eingenommen.