Containerschiff „Ever Given“: Die Havarie im Suezkanal wird für Versicherer teuer
Zur Höhe der abgeschlossenen Versicherungen gibt es im Moment nur Schätzgrößen. Laut der Agentur Reuters sind Schiffe einer solchen Größenordnung mit Beträgen zwischen 100 und 140 Millionen Dollar versichert.
Foto: dpaMünchen. Die Havarie des Containerschiffs Ever Given im Suezkanal zeigt erste Auswirkungen auf die Versicherer. Besonders betroffen sein dürften laut Branchenkreisen die Kasko- und die Haftpflichtversicherung der japanischen Reederei Shoei Kisen, der das Schiff gehört. Vieles hängt im Moment davon ab, wie schnell das gewaltige Schiff mit seinen 224.000 Tonnen wieder flottgemacht werden kann und der Suezkanal somit für folgende Schiffe wieder passierbar ist. Die Aufarbeitung des Schadens ist deswegen noch am Anfang.
Die Kaskoversicherung, die bei einem riesigen Containerschiff wie bei einem Pkw funktioniert, wurde für den Frachter bei einem japanischen Spezialversicherer abgeschlossen. Die Haftpflicht ist in der Schifffahrt dagegen über sogenannte „Protection & Indemnity Clubs“ geregelt. Dabei handelt es sich um eine Spezialität der Branche, die auch die Rückversicherung des Geschäfts abdeckt. Private Versicherer sind hier nicht involviert.
Zur Höhe der abgeschlossenen Versicherungen gibt es im Moment nur Schätzgrößen. Laut der Agentur Reuters sind Schiffe einer solchen Größenordnung mit Beträgen zwischen 100 und 140 Millionen Dollar versichert. Eingeschlossen sind dabei Schäden am Schiffskörper und an den Maschinen, aber auch die Kosten der Bergung.