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Russland & ChinaBiden lädt Putin und Xi zu Klimakonferenz ein

Schon Bush und Obama hatten sich in dieser Konstellation über den Klimawandel und seine Folgen ausgetauscht. Biden will das Format nun weiterführen. 27.03.2021 - 02:34 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Der US-Präsident will sich mit den Staatsoberhäuptern von Russland und China über das Klima austauschen.

Foto: dpa

Washington. US-Präsident Joe Biden lädt den russischen Staatschef Wladimir Putin und dessen chinesischen Kollegen Xi Jinping zu einem Klimagipfel ein. Insgesamt sollten am Freitag 40 Einladungen für die Konferenz am 22. und 23. April verschickt werden, erfuhr die Nachrichtenagentur AP vorab aus informierten Kreisen. Darunter sind auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Die Veranstaltung soll live im Internet übertragen werden.

Das Weiße Haus teilte mit, mit dem Gipfel solle ein Forum von 17 wichtigen Volkswirtschaften wiederbelebt werden, die zusammen für rund 80 Prozent der weltweiten Emissionen verantwortlich seien. Biden habe außerdem Staats- und Regierungschefs eingeladen, die sich besonders beim Klimaschutz engagierten oder deren Länder besonders vom Klimawandel betroffen seien.

Mit dem Gipfel soll nach Angaben des Weißen Hauses die Dringlichkeit stärkerer Maßnahmen für den Klimaschutz und deren wirtschaftlicher Nutzen unterstrichen werden. Noch zuvor würden die USA „ein ehrgeiziges Emissionsziel“ für das Jahr 2030 als neuen Beitrag für das Pariser Klimaabkommen bekanntgeben. Biden forderte andere Staats- und Regierungschefs auf, das Online-Treffen zu nutzen, ebenfalls verstärkte Beiträge darzulegen. Die nächste UN-Klimakonferenz ist im November im schottischen Glasgow.

Die US-Präsidenten George W. Bush und Barack Obama hatten bereits Treffen abgehalten, bei denen sich die größten Volkswirtschaften der Welt zum Klimawandel austauschten. Unter Bidens Vorgänger Donald Trump gab es die Konferenzen nicht mehr. Biden sagte am Freitag, er habe zwar mit Xi Jinping und Wladimir Putin noch nicht darüber gesprochen. „Aber sie wissen, dass sie eingeladen sind.“

Die Spannungen mit China und Russland haben sich verschärft. So beschlossen die USA und ihre Verbündeten Sanktionen gegen China wegen der Unterdrückung der muslimischen Minderheit der Uiguren. Zudem bejahte Biden in einem Interview die Frage, ob er Putin für einen „Killer“ halte, und drohte Russland mit neuen Sanktionen, weil das Land versucht habe, die Präsidentenwahl zu beeinflussen. Die Regierungen in Peking und Moskau weisen die Vorwürfe zurück.

Unter Biden streben die USA eine aktivere Rolle in der Weltpolitik an als unter seinem Vorgänger Donald Trump. Er hat ebenfalls die Rückkehr der USA zu den Verpflichtungen aus dem Pariser Klimaabkommen auf den Weg gebracht.

ap
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