Devisen: Rubel, Zloty und Forint schwächeln – daran ändern auch Goldkäufe der Notenbanken nichts
Geopolitische Risiken belasten die Währung.
Foto: dpaFrankfurt. Für den russischen Rubel gab es in den vergangenen Wochen am Devisenmarkt fast nur eine Richtung: nach unten. Seit Mitte März hat er rund sechs Prozent an Wert gegenüber dem Euro verloren. Auch andere osteuropäische Währungen schwächeln. So erreichte der polnische Zloty Ende März ein Zwölfjahrestief im Vergleich zum Euro.
Seither hat er sich wieder etwas erholt, notiert aber etwa sieben Prozent schwächer als Anfang 2020. Der ungarische Forint hat im selben Zeitraum rund acht Prozent gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung abgewertet.
Die Schwäche der Währungen hat unterschiedliche Gründe – an denen auch die jüngsten Goldkäufe ihrer Notenbanken nichts ändern konnten. Die drei Länder gehören zu einer Gruppe von Staaten, die ihre Goldreserven ausbauen, um das Vertrauen in die Stabilität ihrer Währungen zu stärken.
Die ungarische Notenbank etwa hat ihre Goldreserven im März auf einen Schlag verdreifacht. Sie erhöhte diese durch Zukäufe von 31,5 auf 94,5 Tonnen, wie sie in der vergangenen Woche mitteilte.