Interview: Roland Busch treibt die Transformation von Siemens voran: „Wir werden immer mehr Software verkaufen“
Der Vorstandsvorsitzende will das Softwaregeschäft des Konzerns deutlich ausbauen.
Foto: Thomas Dashuber für HandelsblattMünchen. Siemens wird unter dem neuen Vorstandschef Roland Busch immer mehr zum Softwarekonzern. „Hardwareprodukte werden für uns immer eine Rolle spielen, aber natürlich werden wir immer mehr Software und digitale Lösungen verkaufen“, sagte Busch im Interview mit dem Handelsblatt.
Dazu nimmt Busch auch weitere Übernahmen ins Visier. „Ich kann mir gut vorstellen, weiter in Industriesoftware zu investieren“, sagte der Manager, der im Februar die Konzernführung von Joe Kaeser übernommen hat. Er könne sich zudem Zukäufe außerhalb der bisherigen Kerngeschäfte vorstellen. Der Spielraum sei auch nach dem 16 Milliarden Dollar schweren Kauf des US-Krebstherapiespezialisten Varian vorhanden. „Keine Frage, wir haben die Firepower.“
Siemens sieht sich als Weltmarktführer bei Industriesoftware und beschäftigt inzwischen 40.000 Software-Ingenieure und Digitalexperten. Damit spielt der Konzern in einer Liga mit großen Softwarekonzernen wie SAP. Das Geschäft mit Software und digitalen Services von zuletzt 5,3 Milliarden Euro solle in den nächsten Jahren im Schnitt jeweils um rund zehn Prozent wachsen, kündigte Busch an.