Kommentar: Tesla fährt der Konkurrenz davon und hat die Kritiker eines Besseren belehrt
Tesla-Fahrzeuge an einem Supercharger in Kalifornien: Der US-Newcomer legt ein gehöriges Wachstumstempo vor.
Foto: BloombergTesla ist oft genug belächelt worden. Der Newcomer aus den USA verdiene mit der Autoproduktion so gut wie kein Geld. Die Gewinne kämen lediglich aus dem Verkauf von Emissionsrechten an traditionelle Autohersteller mit Verbrennermodellen, meinten Kritiker in der Vergangenheit. Tesla müsse erst noch beweisen, dass es Autos in größeren Stückzahlen produzieren könne.
Elon Musk hat seine Kritiker jetzt eines Besseren belehrt. Die vorgelegten Quartalszahlen sind der Beleg dafür, dass der Tesla-Gründer richtig gut unterwegs ist. Es mag zwar noch den einen oder anderen Rückschlag geben. Aber im Großen und Ganzen geht es mit dem US-Elektroautoanbieter immer nur aufwärts. Die etablierten Autohersteller – auch die Deutschen – müssen gehörig aufpassen, dass ihnen Tesla nicht davonfährt. Denn das Tempo, das Elon Musk und seine Belegschaft vorlegen, das ist gewaltig.
Etablierte Autohersteller wirken dagegen behäbig und langsam. Sie müssen auch einen Gang zulegen, gerade beim Wechsel zur Elektromobilität.
Tesla hat für das zweite Quartal eine operative Marge von elf Prozent ausgewiesen. Die große Masse der Autohersteller schafft das derzeit nicht. Beispiel Volkswagen: Die Wolfsburger hoffen zwar auf neun Prozent – allerdings frühestens im Jahr 2025. Zu diesem Zeitpunkt dürfte Tesla im Unterschied dazu wahrscheinlich schon die 20-Prozent-Marke anpeilen. Und vieles spricht dafür, dass Elon Musk seine Wachstumspläne auch tatsächlich einhalten kann.