Kohlebranche: Langsamer Ausstieg: Deutsche Banken finanzieren noch immer viele Klimasünder
Deutsche Banken haben immer noch Milliardendarlehen an Energie- und Rohstoffkonzerne mit Kohlegeschäft in ihren Büchern stehen.
Foto: imago images/photothekFrankfurt. Der Klimawandel kommt noch schneller als befürchtet, und die Folgen sind schon deutlich spürbar. Mit diesem Satz lässt sich der zu Wochenbeginn veröffentlichte neue Bericht des Weltklimarats zusammenfassen. „Die Alarmglocken sind ohrenbetäubend, und die Beweise sind unwiderlegbar“, warnte UN-Generalsekretär António Guterres. Die Treibhausgase erstickten den Planeten und brächten Milliarden Menschen in Gefahr.
Beim Thema Klimawandel sehen sich die deutschen Banken als Teil der Lösung und nicht Teil des Problems. Quasi alle größeren Institute haben sich dem Thema Nachhaltigkeit verschrieben und wollen mit strengeren Finanzierungsregeln ihre Kunden auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Wirtschaft voranbringen.
Gleichzeitig versprechen sich die Banken vom Thema Green Finance aber auch lukrative neue Geschäfte. Beispiel Deutsche Bank: Vorstandschef Christian Sewing lud seine Investoren und Kunden Ende Mai erstmals zu einem groß angelegten Nachhaltigkeitstag ein.
Doch trotz aller grünen Bekenntnisse finden sich in Büchern der deutschen Geldhäuser noch immer Milliarden an Krediten für Klimasünder – konkret: Darlehen an Energie- und Rohstoffkonzerne mit Kohlegeschäft. Die ausführlichste Erhebung zu diesem Thema stammt von der Umweltorganisation Urgewald.