Wall Street: Nasdaq schließt auf Rekordhoch – Anleger verkaufen dafür Reisewerte
Die jüngste Erholung sei getragen worden von Berichten, wonach die Omikron-Variante des Coronavirus zwar ansteckender sei, aber zu weniger Krankenhaus-Aufenthalten und Todesfällen führe.
Foto: ReutersFrankfurt. Die Furcht vor neuen Lockdowns hat am Freitag den Handel an den US-Börsen geprägt. Investoren brachten ihr Geld in Sicherheit und trennten sich von den Aktien, die schon in den ersten Corona-Wellen besonders unter die Räder gerieten. Das bescherte dem Index der Technologiebörse Nasdaq ein Rekordhoch: Das Barometer schloss am Freitag erstmals über der Marke von 16.000 Punkten.
Technologiewerte standen auf der Kaufliste der Anleger ganz oben – und werden besonders dann gekauft, wenn die Zinsen niedrig sind. Der Nasdaq-Index ging mit 16.057 Punkten aus dem Handel, 0,4 Prozent fester als am Donnerstag. Auf Wochensicht legte er 1,24 Prozent zu. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor dagegen 0,8 Prozent auf 35.602 Punkte. Der breiter gefasste S&P notierte 0,1 Prozent tiefer bei 4698 Zählern.
„Es ist eine normale Zeit, jetzt das Risiko zu reduzieren“, sagte Jay Hatfield, Chef von Infrastructure Capital Management in New York. „In diesem Fall ist so viel Geld am Markt, dass es nicht weit abwärts geht – sichere Häfen profitieren. Derzeit dreht sich alles um Covid-19.“ Tom Mantione, Experte bei UBS Private Wealth Management, verwies auf den Lockdown in Österreich. „Wenn Deutschland einen umfänglichen Lockdown beschließt, hätte das wohl wieder einmal Auswirkungen auf die Lieferkette.“