Geldpolitik: „Erstaunliche 180-Grad-Wende“ – Fed könnte für weitere Turbulenzen an den Märkten sorgen
In den vergangenen Tagen wurde auch die Diskussion über die Geldpolitik der Fed unter Ökonomen hitziger.
Foto: ReutersNew York, Frankfurt. Die Aktienmärkte sind im Angstmodus: An der Wall Street hat der marktbreite Leitindex S&P 500 seit Jahresbeginn mehr als sieben Prozent an Wert verloren, der Technologieindex Nasdaq Composite verlor im selben Zeitraum mehr als zehn Prozent. Dabei gilt der Januar traditionell als starker Monat, in dem frisches Geld an die Märkte fließt.
Auch Europa hat die Unsicherheit erfasst. Der Euro Stoxx 600 verlor im Januar fast fünf Prozent an Wert, ebenso der deutsche Leitindex Dax.
Die Sitzung der US-Notenbank Fed in dieser Woche hat das Potenzial, diese Entwicklung noch zu verschärfen: Die Ergebnisse werden am Mittwochabend europäischer Zeit bekannt geben. Viele Marktteilnehmer befürchten, dass die Währungshüter ihren Kurs noch stärker straffen als bisher erwartet. Sollte das nicht passieren, dürften die Märkte erleichtert reagieren. Zusätzliche Maßnahmen könnten dagegen für Turbulenzen sorgen.
Als Beispiel für durchschnittliche Erwartungen kann die Vorschau des JP-Morgan-Ökonomen Michael Feroli gelten. Er spricht zwei wichtige Themen an: die Zinsen und die Bilanzsumme.