Start-up-Finanzierung: Neuer Dachfonds will massiv Geld in deutsche Wagniskapitalgeber pumpen
Der Markt für Venture Capital in Deutschland und Europa ist – gemessen an der Wirtschaftskraft – deutlich kleiner als in den USA oder in Großbritannien.
Foto: imago images/MASKOTDüsseldorf. Brightpoint Capital will das Wagniskapitalgeschäft in Deutschland auf ein neues Level heben. Dazu planen die bislang nur Insidern bekannten Experten für Start-up-Finanzierung, den größten privat gemanagten Dachfonds in Europa aufzubauen. Das erfuhr das Handelsblatt exklusiv. „Wir wollen die Wachstumsgeschichte des Venture Capital in Europa vorantreiben“, bestätigt Fonds-Initiatorin Maren Eckloff-Böhme.
Der „Tech Venture Growth Fund“ dürfte mindestens eine halbe Milliarde Euro einsammeln. Informierte Kreise gehen sogar von bis zu einer Milliarde aus. Möglich wird das durch die Öffnung für vermögende Privatanleger, die mindestens 200.000 Euro in ein breites Portfolio von Start-ups investieren wollen. Der exklusive Vertriebspartner Deutsche Bank bietet das Finanzprodukt bereits an.
Dachfonds investieren ihr Geld in kleinere Fonds. In diesem Fall soll das Geld fünf namhaften Wagniskapitalfirmen zufließen, die vorrangig aus Deutschland kommen. Diese gehen aus den Vertriebsunterlagen hervor: Lakestar, Earlybird, HV Capital, Headline und Project A. Deren Fondsmanager wollten sich auf Anfrage des Handelsblatts nicht äußern.
Eckloff-Böhme sagt dazu: „Die ausgewählten Wagniskapitalfirmen haben bewiesen, dass sie in sehr guten, aber auch in schlechten Phasen ein Portfolio sauber bis zum Verkauf der Start-ups managen können.“