Pockenimpfung: Diese Biotech-Firmen sollen Affenpocken eindämmen
Medikamente und Impfstoffe gegen die Affenpocken sind mittlerweile gut erforscht.
Foto: dpaFrankfurt. Mit der Serie an Affenpocken-Infektionen ist in Europa und den USA unvermittelt eine neue Infektionskrankheit ins Blickfeld geraten. Im Vergleich zu Sars-CoV2 erscheint die Ausgangslage der Mediziner allerdings deutlich günstiger. Denn es stehen im Prinzip sowohl Impfstoffe als auch Medikamente gegen die Erkrankung zur Verfügung, wenn auch noch bei Weitem nicht in Mengen, die für eine breite Versorgung nötig wären.
Es handelt sich dabei durchweg um Vakzine und Wirkstoffe, die ursprünglich gegen das Variola-Virus – den Erreger der Pocken-Erkrankung – entwickelt wurden. Variola und das Affenpockenvirus sind relativ eng verwandt, sodass die mit Blick auf die Gefahr eines Einsatzes von Pockenviren als biologische Waffe entwickelten Impfstoffe und Medikamente gegen die neue Krankheit wirken. Die auf dem Feld tätigen Biotech-Unternehmen, darunter auch das dänisch-deutsche Biotech-Unternehmen Bavarian Nordic, verbuchten in den vergangenen Tagen daher zum Teil deutlich zweistellige Kursgewinne.
Pockenimpfung wegen militärischen Bedrohungen gefördert
Pocken gelten seit den 80er-Jahren als ausgerottet, sodass regulär schon seit mehr als vier Jahrzehnten gar nicht mehr gegen die Erkrankung geimpft wird. Dessen ungeachtet hatte vor allem die US-Regierung die Entwicklung von neuen Impfstoffen und Medikamenten gegen Pocken gefördert, um potenziellen militärischen Bedrohungen vorzubeugen. Das könnte sich nun im Falle der Affenpocken bezahlt machen.