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RohstoffeVenezuelas Präsidentin wirbt für ausländische Öl-Investitionen

Delcy Rodríguez, Übergangspräsidentin Venezuelas, wirbt um ausländische Investoren. Trotz scharfer Kritik am Vorgehen der USA zeigt sie überraschende Offenheit für Gespräche mit Washington. 15.01.2026 - 22:29 Uhr Artikel anhören
Delcy Rodriguez: Die venezolanische Übergangspräsidentin hält ihre erste jährliche Rede an die Nation vor der Nationalversammlung. Foto: REUTERS

New York. Die geschäftsführende venezolanische Präsidentin Delcy Rodríguez hat in ihrer ersten Rede zur Lage der Nation für ausländische Investitionen in die Ölindustrie des Landes geworben. Sie rief die Abgeordneten in der Nationalversammlung am Donnerstag dazu auf, durch Reformen den Weg dafür freizumachen.

Sie legte eine Gesetzesinitiative zur Stärkung der Öl-Industrie vor. Die Reform ermögliche zusätzliche ausländische Investitionen in den Energiesektor, sagte sie in ihrer Rede an die Nation vor der Volksversammlung.

Verkäufe von venezolanischem Öl könnten dann dem Gesundheitssektor, der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes und Infrastrukturprojekten zugutekommen, sagte Rodríguez. Am Tag zuvor hatte Rodríguez bereits angekündigt, „jeden Dollar“ aus dem Öl- und Gas-Geschäft in den maroden Gesundheitssektor zu stecken.

Der Zugang zu venezolanischem Öl für US-Konzerne ist eines der zentralen Ziele von US-Präsident Donald Trump seit der Festnahme von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro vor weniger als zwei Wochen.

Er hat bereits für Investitionen in Milliardenhöhe plädiert, allerdings erhebt er auch Anspruch auf das Öl des südamerikanischen Landes. Er begründet dies mit der Enteignung von US-Energiekonzernen bei der Verstaatlichung der venezolanischen Öl-Industrie in den 1970er Jahren. Der US-Präsident verhängte eine Blockade gegen Öl-Tanker aus Venezuela und ließ bereits eine Reihe von Schiffen aufbringen.

Rodríguez wurde als geschäftsführende Präsidentin vereidigt, nachdem US-Spezialeinheiten am 3. Januar den autoritären Staatschef Nicolás Maduro in Caracas gefangengenommen und nach New York gebracht hatten. Dort soll ihm wegen Drogendelikten der Prozess gemacht werden.

Rodríguez verurteilte den US-Angriff mit der Gefangennahme Maduros scharf und sagte in ihrer Rede, die Beziehungen seien schwer belastet. Gleichzeitig zeigte sie sich aber auch offen für eine Annäherung an Washington. „Lasst uns keine Angst vor Diplomatie (mit den USA) haben“, sagte sie. Ihre Rede wurde in Venezuela mit Verzögerung ausgestrahlt.

ap, dpa
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