Immobilienpreise: Ukraine-Krieg und steigende Kosten belasten Immobilienmarkt weiter stark
Steigende Zinsen, Baukosten und Rohstoffpreise hemmen die Nachfrage am Immobilienmarkt.
Foto: dpaFrankfurt. Der Ukrainekrieg hat weitreichende Auswirkungen auch auf den deutschen Immobilienmarkt. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Proptechs Pricehubble unter Immobilienprofis. Demnach sind 79 Prozent der befragten Immobilienfachleute der Meinung, dass sich die Ukrainekrise in den nächsten zwölf Monaten negativ auf ihr Unternehmen auswirken könnte. Lediglich 19 Prozent denken, dass es keine Auswirkung geben wird, zwei Prozent erwarten eine positive Entwicklung für ihr Geschäft.
Für die Umfrage hatte das Schweizer Proptech Pricehubble 43 Fachleute der ganzen Immobilien-Wertschöpfungskette aus Deutschland befragt. Darunter Makler, Banken oder Kreditanbieter, Asset-Manager, Entwickler oder auch Immobilienverwalter. Die Ergebnisse liegen dem Handelsblatt exklusiv vor.
Zur Begründung ihrer pessimistischen Einschätzung gaben viele Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Umfrage die Rückmeldung, dass sie aufgrund der Unsicherheiten erwarten, dass Eigentümer einen Verkauf eher verschieben. Mit weniger Mandaten werde außerdem gerechnet, weil die Preiserwartungen seitens der Verkäufer zu hoch seien.
Immobilienmarkt: Hohe Inflation, Bauzinsen & Baukosten drücken Nachfrage
Und schließlich führe die Unsicherheit laut den Befragten auch zu einem deutlichen Nachfragerückgang potenzieller Käufer. Ein Makler kommentierte seine Antwort mit der Aussage, dass die Nachfrage nach Wohnimmobilien um 30 bis 40 Prozent eingebrochen sei.