Arbeit im Homeoffice: Commerzbank-Mitarbeiter erkämpfen Recht auf mehr Homeoffice
Die Mitarbeiter dürfen in Zukunft wieder mehr Homeoffice machen.
Foto: dpaFrankfurt. Bei der Commerzbank ist die Stimmung nicht nur wegen des laufenden Abbaus von 10.000 Stellen angespannt. Auch neue Regeln zum Arbeiten aus dem Homeoffice haben in den vergangenen Monaten bei vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für Unmut gesorgt.
Zumindest für die Beschäftigten in Zentrale des Frankfurter Geldhauses hat der Betriebsrat nun jedoch ein Recht auf Homeoffice erkämpft, das umfangreicher ist als bei allen anderen deutschen Großbanken: Die rund 10.300 Mitarbeiter des Betriebsratsbereichs Zentrale dürfen nach Handelsblatt-Informationen nun bis zu 70 Prozent von Zuhause aus arbeiten.
Nach dem Wegfallen der Homeofficepflicht im März hatte das Commerzbank-Management mit dem Betriebsrat zunächst eine Übergangsregelung vereinbart, die bis zu 50 Prozent mobiles Arbeiten vorsah. Viele Mitarbeiter fanden diese Quote jedoch zu niedrig.
Commerzbank: Mitarbeiter protestierten für mehr Homeoffice
Sie forderten mehr Flexibilität und verwiesen darauf, dass sich mehr Arbeit von Zuhause in der Coronapandemie bewährt habe. Im Intranet von Deutschlands zweitgrößter Privatbank gab es zum Thema damals rund 100 teils sehr wütende Kommentare.