1. Startseite
  2. Politik
  3. International
  4. Sechs Gründe, warum Deutschlands wichtigster Handelspartner China kriselt

Wirtschaft in ChinaDie Allmachts-Ansprüche von Staatschef Xi sind ein Desaster für Europas Unternehmen

Chinas Staatschef Xi dürfte seine Macht auf Jahre festigen. Doch während seine politische Stellung ins Absolutistische gleitet, bröckelt das ökonomische Fundament.Nicole Bastian, Sabine Gusbeth, Jens Münchrath 17.10.2022 - 08:43 Uhr Artikel anhören

Der chinesische Staatschef wird am Wochenende möglicherweise auf Lebenszeit als Generalsekretär bestätigt. Damit weitet er seine Macht aus – obwohl China schwächelt.

Foto: Mona Eing & Michael Meissner

Peking, Düsseldorf. Für einen Mann, der von Kontrolle besessen ist, verlief das Jahr 2022 erstaunlich unkontrolliert. Wenn Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping am Sonntag vor die 2300 Delegierten des Kongresses der Kommunistischen Partei Chinas tritt, stehen 30 Millionen Chinesen ganz oder teilweise unter Corona-Lockdown. Immobilienkäufer im ganzen Land gehen auf die Barrikaden, weil Baukonzerne aus Geldmangel hunderttausende Wohnungen nicht fertigstellen.

Zum ersten Mal seit mehr als 30 Jahren könnte die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt im laufenden Jahr langsamer wachsen als die restlichen Schwellenländer Asiens. Der Angriffskrieg seines Nachbarn Wladimir Putin auf die Ukraine bescherte Xi eine neue außenpolitische Herausforderung. Und am Donnerstag gelang es gar einem Demonstranten, trotz aller Überwachung im modernen China von einer Autobahnbrücke im Nordosten Pekings ein Banner zu entrollen: „Nieder mit Diktator und Verräter Xi Jinping“, stand dort in großen roten Lettern zu lesen, bevor der Mann verhaftet wurde.

Parteitag in China: Wird Xi Jinping weiter in seiner Macht gestärkt?

Doch trotz allem zweifelt kaum jemand daran, dass der 20. Parteikongress Xi in seiner Macht stärken wird. Möglicherweise bestätigen die Genossen den 69-Jährigen dabei nicht nur für eine dritte Amtszeit als Generalsekretär, sondern sogar auf Lebenszeit. Daran dürfte sich im kommenden Frühjahr anschließen, dass der Volkskongress Xi auch als Staatschef eine dritte Amtszeit gewährt. Er wäre damit der erste Staatspräsident seit Gründung der Volksrepublik, der länger als zehn Jahre im Amt ist – selbst Staatsgründer Mao schaffte das nicht.

Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
remind.me
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Homeday
Immobilienbewertung von Homeday - kostenlos, unverbindlich & schnell
Anzeige
IT Boltwise
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal
Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de
Produktvergleich - schnell zum besten Produkt