Gastkommentar: In Gebäuden muss die intelligente Nutzung von Energie anfangen
Ludwin Monz ist Vorstandsvorsitzender der Heidelberger Druckmaschinen, deren Tochter Amperfied Ladelösungen für Elektroautos herstellt.
Foto: Heidelberg, ImagoDer Umbruch in der deutschen Gasversorgung infolge des Ukrainekriegs hat die Klimadiskussion der Vorjahre in den Hintergrund treten lassen. Das ändert aber nichts an dem Handlungsbedarf, der sich aus dem Klimawandel und den daraus abgeleiteten politischen Zielen in Deutschland und der EU ergibt.
Besonders im Verkehrsbereich ist noch sehr viel zu tun, die Verkehrswende muss in Deutschland noch entschlossener vorangetrieben werden.
Dabei drängt die Zeit, denn die EU hat beschlossen, dass ab 2035 nur noch emissionsfreie Pkw zugelassen werden sollen. Daraus ergibt sich, dass bis spätestens 2050 fast alle Autos vollständig elektrisch angetrieben werden müssen. Technisch ist das möglich!
Wir können genug Strom für eine Zukunft mit Elektroautos haben
Beim Thema Verkehrswende ist neben der Industrie vor allem die Politik am Zug. Sie muss die vielen regulatorischen Hürden hinsichtlich der Planungs- und Genehmigungsprozesse für die Infrastruktur zur Erzeugung erneuerbarer Energie, für ihre landesweite Verteilung und für ein flächendeckendes Ladenetzwerk abräumen.
Im „Masterplan Ladeinfrastruktur II“ finden sich dazu viele richtige Ansätze. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Energiesituation stellen sich viele allerdings die Frage, ob es überhaupt möglich sein wird, genug Strom bereitzustellen, um in Zukunft alle Elektroautos zu laden. Die Antwort lautet: ja.