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KommentarTrump ist nicht mehr alternativlos – das ist die Lehre der jüngsten Wahlsaison

Die wichtige Wahl im amerikanischen Bundesstaat Georgia zeigt: Donald Trump verliert rapide an Einfluss. Für die US-Demokraten birgt das auch Risiken.Annett Meiritz 08.12.2022 - 09:09 Uhr Artikel anhören

Der US-Präsident hat bereits angekündigt, wieder kandidieren zu wollen, trotzdem verliert er weiter an Einfluss.

Foto: Reuters

Washington. Die wichtige Stichwahl im US-Bundesstaat Georgia brach alle Spendenrekorde: Rund 400 Millionen Dollar steckten Republikaner und Demokraten in einen Wahlkampf, der über die Sitzverteilung im US-Senat entscheidet.

Doch den Republikanern nützte die Geldschlacht nichts. Sie setzten auf den von Donald Trump unterstützten Kandidaten Herschel Walker, ein Ex-Sportler ohne politische Erfahrung. Walker verlor gegen den demokratischen Senator Raphael Warnock. Die Niederlage zeigt einmal mehr: Der Ex-Präsident verliert rapide an Macht und Einfluss.

Dass die Republikaner Trump für die Präsidentschaftskandidatur 2024 nominieren, ist nun noch unwahrscheinlicher geworden. Schon bei den Kongresswahlen im November verloren Trumpisten durch die Bank. Der Ex-Präsident vergrault Moderate und Wechselwähler, die in Zeiten knapper Mehrheiten wichtiger denn je sind. 

Komplett abschreiben sollte man ihn zwar nicht. Noch ist Trump der größte Spendensammler der Republikaner und der beliebteste Politiker an der Parteibasis. Doch der Rückhalt schrumpft, was man daran sieht, dass sich Großspender abwenden.

Mögliche Konkurrenten trauen sich aus der Deckung, wie Ron DeSantis, der Gouverneur von Florida, oder Nikki Haley, die frühere UN-Botschafterin. Beide haben ihre Bewerbung auf die Präsidentschaftskandidatur noch nicht angekündigt, aber ihre Kampagnen sind vorbereitet.

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Trump ist nicht mehr alternativlos, das ist die Lehre der jüngsten Wahlsaison. Für den Moment profitieren die US-Demokraten von Präsident Joe Biden davon, denn die Republikaner befinden sich nach Jahren der Radikalisierung in einer Identitätskrise. Das macht sie schwach und orientierungslos. Doch wie schnell sich Stimmungen ändern können, haben die USA in der Vergangenheit bewiesen.

Die Republikaner könnten sich hinter jemandem versammeln, der Nationalismus mit strategischem Verstand vereint. Ein Trump oder eine Trump-Kopie mag für die Demokraten verhältnismäßig leicht zu schlagen sein – ein oberflächlich gemäßigter Kandidat oder eine Kandidatin aber nicht.

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