Sanktionen: Halbleiter und IT-Komponenten: Über diese Hintertüren gelangt westliche Technologie noch immer nach Russland
Auf den Sanktionslisten stehende Produkte kommen vor allem über Länder wie China, Hongkong, Indien, Kasachstan, Usbekistan, Kirgistan, den Nahen und Mittleren Osten sowie über die Türkei nach Russland.
Foto: imago images/ITAR-TASSBerlin. Wie findet man alternative Wege für die Lieferung von Waren nach Russland? So lautete das Thema eines Seminars, das vom Moskauer Logistikunternehmen Novelco Ende September veranstaltet wurde. 45 Minuten dauerte die Präsentation, es wurden „Außenhandelstaktiken und -strategien zur Kompensation der Sanktionen“ gezeigt, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters
Die Firma Novelco hat es sich zur Aufgabe gemacht, Unternehmen zu beraten, die ungeachtet der wirtschaftlichen Strafmaßnahmen weiter Waren nach Russland importieren wollen. Tipps dazu könnten sich durchaus lohnen.
Die russische Wirtschaft leidet unter dem von Präsident Wladimir Putin angezetteltem Krieg gegen die Ukraine, ihr Zugang zu den internationalen Märkten ist deutlich eingeschränkt. Denn die USA, die EU und Großbritannien etwa haben angesichts der Invasion eine ganze Reihe an Sanktionen verhängt.
Sie betreffen unter anderem die russischen Einfuhren von Technologie und Ersatzteilen – ein harter Schlag für das Land. Es sei völlig abhängig von westlicher Technologie, schreibt der ehemalige Chefökonom der Forschungsabteilung der Weltbank Branko Milanovic in seinem Blog.