Inverse Zinskurve: Wie wahrscheinlich ist eine Rezession in den USA?
Der Anleihemarkt signalisiert einen konjunkturellen Einbruch, ausgelöst durch die Zinserhöhungen der Notenbanken.
Foto: ReutersSeit Mittwoch ist klar: Auch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hält mittlerweile eine „milde Rezession“ in dem Land für wahrscheinlich, wie die Protokolle der Sitzung von Ende März zeigen. Eine solche – also zwei aufeinanderfolgende Quartale mit negativem Wachstum – in der weltgrößten Volkswirtschaft würde an den Märkten für neue Unruhe sorgen und die Unsicherheit verstärken, zumal sie von einem Großteil der Marktakteure nicht eingepreist ist. Die Folgen dürften breit über alle Assetklassen und vor allem am Arbeitsmarkt spürbar sein.
Einer der zuverlässigsten Indikatoren der Nachkriegszeit signalisiert ebenso eine anstehende Rezession: die inverse Zinskurve. Glaubt man den Hinweisen des Anleihemarkts, dann steht der konjunkturelle Einbruch in den USA schon bald bevor.
Die Zinskurve weist seit vielen Monaten ein extrem inverses Verhältnis auf. Das heißt, die Renditen für kürzere Laufzeiten am Anleihemarkt sind höher als die für lange. Dieser Ausnahmefall war seit den 1960er-Jahren stets ein Hinweis für eine bald anstehende Rezession.