Cannabis-Legalisierung: Erste Cannabis-Store-Kette in Deutschland geplant
Die Rechtslage um die geplante Cannabis-Legalisierung ist noch umstritten.
Foto: HandelsblattMünchen. Noch sind viele Details der geplanten Legalisierung von Cannabis in Deutschland offen. Doch die Gastronomie-Gruppe Enchilada und der börsennotierte Cannabis-Spezialist Synbiotic haben bereits ein fertiges Konzept für eine Franchise-Kette von Stores in den Schubladen. „Das wird ein Milliardenmarkt und wir wollen von Anfang an dabei sein“, sagte Synbiotic-Chef Lars Müller.
Die beiden Unternehmen wollen unter der Marke Heesh in modern und sehr sauber gestalteten Geschäften „Cannabis-Produkte aller Art“ vertreiben. Am Samstag haben sie das Konzept auf der Gastronomiemesse Internorga in Hamburg vorgestellt.
„Es wird nur eine bestimmte Zahl von Lizenzen geben, und da wäre es fahrlässig, nicht gut vorbereitet zu sein“, sagte Stefan Hackl, der bei Enchilada für das Projekt verantwortlich ist. Die Partner könnten sich vorstellen, eine mindestens dreistellige Zahl von Geschäften im Eigenbetrieb und mit Franchise-Nehmern zu eröffnen.
Die Bundesregierung will den Verkauf von Marihuana unter kontrollierten Bedingungen legalisieren. „Dadurch wird die Qualität kontrolliert, die Weitergabe verunreinigter Substanzen verhindert und der Jugendschutz gewährleistet“, hieß es im Koalitionsvertrag. Erlaubt werden soll ein Verkauf an Erwachsene in „lizenzierten Fachgeschäften“ und möglicherweise auch Apotheken.