Immobilien: Warum die Mieten weiter steigen – und was Experten erwarten
„Suche Wohnung“ steht auf dem Zettel an einer Laterne in Berlin. Trotz fallender Immobilienpreise spüren Mieter bisher keine Entlastung bei den Preisen.
Foto: dpaFrankfurt. Eine Lobby mit Lounge im Erdgeschoss, ein Safe auf dem Zimmer sowie eine komplett ausgestattete Kitchenette: Die 73 Quadratmeter große Wohnung an der Berliner Hermannstraße, für die per Annonce bis vor Kurzem ein neuer Mieter gesucht wurde, bietet viel Komfort. Doch der hat seinen Preis: Die Kaltmiete beträgt 9.534 Euro.
Wer als Mieter gehofft hatte, dass die Trendwende am Immobilienmarkt auch zu einer Entlastung bei den Preisen für neue Mietwohnungen führt, wird bislang enttäuscht. Der jahrelange Boom am Immobilienmarkt ist zwar vorerst beendet, und die Kaufpreise gehen seit einigen Monaten generell runter. Doch die Mietpreise zeigen weiter strikt in die andere Richtung. Gerade in vielen Großstädten gibt es zweistellige Wachstumsraten im Mietpreissegment.
Was steckt dahinter? Und wohin werden sich die Mieten in den kommenden Monaten noch bewegen? Vom Handelsblatt befragte Experten analysieren, was den Markt bewegt und wie sich der Trend im Immobiliensektor entwickeln wird.
Miete: Hoch, höher, noch höher?
Reiner Braun, Chef des Immobilien-Analysehauses Empirica, hält eine exakte Prognose zwar für unseriös. Aber einen Anstieg der Angebotspreise für Mieten im Bereich zwischen fünf und zehn Prozent bei Neuabschlüssen im laufenden Jahr „kann ich mir gut vorstellen“, sagt der Experte dem Handelsblatt.