Fondshaus: GAM-Aktionäre fordern Änderung des Liontrust-Übernahmeangebots
Die britische Liontrust will das Fondshaus GAM mit Sitz in Zürich übernehmen.
Foto: ReutersZürich. Eine Investorengruppe stemmt sich weiter gegen die geplante Übernahme des angeschlagenen Schweizer Fondshauses GAM durch die britische Liontrust.
Die Gruppe bestehend aus NewGAMe des französischen Milliardärs Xavier Niel und des Vermögensverwalters Bruellan ficht eigenen Angaben vom Mittwoch zufolge einen Entscheid der Schweizerischen Übernahmekommission an.
Die Investoren forderten die Aufhebung einer wichtigen Bedingung der Offerte. Diese würde es Liontrust erlauben, sein Angebot zurückzuziehen, falls der geplante Ausstieg aus dem GAM-Teilbereich Fund Management Services (FMS) nicht zustande komme.
Diese Bedingung mache das Angebot für die GAM-Aktionäre unfair, begünstige den Bieter unnötig und widerspreche den Grundsätzen des Schweizer Übernahmerechts.
NewGAMe SA und Bruellan halten nach eigenen Angaben zusammen rund 8,4 Prozent an GAM. Liontrust veröffentlichte vergangene Woche ein Kaufangebot über 107 Millionen Franken in eigenen Aktien für GAM. Der GAM-Verwaltungsrat sprach sich für den Deal aus.