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ElektromobilitätMacrons Kampfansage an chinesische E-Autobauer

Frankreichs Präsident gibt sich mit einem protektionistischen Alleingang als Beschützer von Europas Autoindustrie. Doch ihm geht es auch um die Reindustrialisierung seines Landes.Gregor Waschinski 12.05.2023 - 08:23 Uhr Artikel anhören

Wichtig sei, dass auch beim Bau von Elektrofahrzeugen klimafreundliche Energien eingesetzt werden.

Foto: Future Publishing via Getty Imag

Paris. Auf dem Pariser Autosalon im vergangenen Oktober suchten die Newcomer aus China die große Bühne: Während viele etablierte Autobauer der Messe fernblieben, stellten chinesische Elektroauto-Hersteller wie BYD und Great Wall Motors in der französischen Hauptstadt ihre Modelle vor.

Emmanuel Macron zeigte sich schon damals besorgt: „Wir müssen aufwachen“, mahnte der französische Präsident. Die Europäische Union, „die tugendhafteste Region beim Klimaschutz“, müsse die eigene Autoindustrie bevorzugen. Schließlich täten das die USA und die Chinesen auch. Nötig sei ein „Buy European Act“.

Elektroautos: Berlin macht nicht mit

Doch die europäischen Partner nahmen die Forderung nicht auf, vor allem Berlin lehnte Macrons weitreichende Ideen für eine wehrhaft-protektionistische Industriepolitik ab. Sieben Monate später preschte der französische Staatschef nun auf nationaler Ebene vor und kündigte an, die französische Kaufprämie für Elektroautos künftig vom CO2-Ausstoß bei der Produktion abhängig zu machen. In China hergestellte Fahrzeuge wären damit von dieser Subvention faktisch ausgeschlossen.

„Wir werden als erstes europäisches Land die Kriterien für die Förderung von Elektroautos reformieren“, sagte Macron. „Das ist eine kleine Revolution.“ Die Zuschüsse sollen künftig „gezielter“ ausgezahlt werden, um die Produktion von Batteriezellen und E-Autos in Europa zu stärken. Der Präsident warnte: „Wir dürfen nicht die gleichen Fehler machen wie bei der Solarindustrie“, die in Europa massiv gefördert worden und dann nach China abgewandert sei.

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