Dow Jones, S&P 500, Nasdaq: US-Börsen schließen im Minus – Schuldenstreit belastet
Ein Straßenschild an der New York Stock Exchange.
Foto: ReutersNew York, Düsseldorf. Der andauernde Schuldenstreit in den USA zerrt immer stärker an den Nerven der Anleger an der Wall Street. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss am Mittwoch 0,8 Prozent tiefer auf 32.799 Punkten. Der technologielastige Nasdaq gab 0,6 Prozent auf 12.484 Punkte nach. Der breit gefasste S&P 500 büßte 0,7 Prozent auf 4115 Punkte ein.
Nachdem eine weitere Gesprächsrunde zwischen dem Präsidialamt und Vertretern der Republikaner über die Anhebung der Schuldenobergrenze keinen Durchbruch gebracht hatte, verlieren Anleger allmählich die Geduld. „Je näher wir der vermeintlichen Frist kommen, in der den USA das Geld ausgeht, desto nervöser werden die Märkte, wenn die Pattsituation anhält“, sagte Jamie Cox vom Finanzdienstleister Harris Financial Group. US-Finanzministerin Janet Yellen hatte gewarnt, dass die USA die Rechnungen des Bundes ohne eine Anhebung der Schuldenobergrenze nur noch bis zum 1. Juni bezahlen können.
Kaum beeindruckt zeigten sich Anleger von der Veröffentlichung der Protokolle der jüngsten geldpolitischen Sitzung von Anfang Mai. Die Währungshüter in den USA fassen nach einer Serie von Zinserhöhungen eine Pause ins Auge. Demnach waren sich die Führungsmitglieder der Zentralbank generell einig, dass nach der Serie von Zinserhöhungen weitere Schritte nach oben als nicht mehr so notwendig anzusehen seien. Einige Teilnehmer erklärten sogar, dass die auf der Sitzung beschlossene Anhebung aus ihrer Sicht womöglich die letzte sein könnte. Die Fed hatte in ihrer Mai-Sitzung die Zinsen um 25 Basispunkte angehoben.