USA: US-Banken laut Stresstest für Wirtschaftskrise gut gerüstet
Nach den Turbulenzen auf dem US-Bankenmarkt stand der diesjährige Stresstest besonders im Fokus der Investoren.
Foto: dpaWashington. Die in den USA aktiven Großbanken können nach den Ergebnissen des jährlichen Stresstests eine Wirtschaftskrise im Ernstfall gut meisten. In dem Negativszenario der US-Notenbank (Fed), das einen schweren Konjunktureinbruch annahm, konnten die 23 getesteten Institute im Schnitt eine Kapitalquote von 10,1 Prozent behalten, wie die Fed am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte.
Gefordert war eine Quote von mindestens 4,5 Prozent. Angesichts der Turbulenzen unter den US-Regionalbanken im Frühjahr, in deren Folge es zu mehreren Zusammenbrüchen von Instituten kam, stand der turnusmäßige Belastungscheck diesmal besonders im Fokus der Investoren.
Die US-Tochter der Deutschen Bank, die in der Vergangenheit mehrmals durchgefallen war, schnitt mit einer kräftigen Kapitalquote von 17,4 Prozent ab. Die schlechteste Quote wies das Geldhaus Citizens mit 6,4 Prozent aus. Der Finanzkonzern Charles Schwab kam mit 22,8 Prozent auf den höchsten Wert.
Dem Belastungscheck unterzogen wurden zudem die US-Großbanken Bank of America, JPMorgan, Morgan Stanley, Citigroup, Goldman Sachs und Wells Fargo. Sie alle wiesen im Stressszenario Kapitalquoten deutlich über den Mindestanforderungen aus.
Das Negativszenario der Fed sah diesmal unter anderem ein Hochschnellen der Arbeitslosenquote um 6,5 Prozentpunkte vor. Im Test 2022 waren es nur 5,8 Prozentpunkte gewesen. Im Krisenszenario wurde diesmal zudem ein 40-prozentiger Einbruch der Preise für Gewerbeimmobilien angenommen.