Audi-Chef: Markus Duesmann muss gehen – Gernot Döllner wird Nachfolger
Nach drei Jahren muss der Chef der VW-Premiummarke Audi seinen Posten räumen.
Foto: REUTERSMünchen, Berlin, Düsseldorf. Der Autohersteller Audi tauscht seine Führungsspitze aus. Markus Duesmann werde den Posten als Vorstandschef von Audi wie auch seinen Sitz im Vorstand des Mutterkonzerns Volkswagen aufgeben, teilte das Unternehmen am Donnerstag im Anschluss an eine Aufsichtsratssitzung mit. Zuvor hatte das Handelsblatt darüber berichtet.
Nachfolger wird zum 1. September Gernot Döllner, bislang VW-Chefstratege. Mit ihm habe man „einen Manager mit großer Konzern- und Produkterfahrung gewinnen können, der jetzt die Audi-Strategie konsequent weiterentwickeln und vorantreiben wird“, erklärte VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch.
Ausschlaggebend für die Ablösung Duesmanns sei sein zerrüttetes Verhältnis zu seinem Führungsteam, hieß es in Konzernkreisen. Die Mannschaft habe kein Vertrauen in ihn – was in der laufenden Umbruchphase bei Audi fatal sei. Das Handelsblatt hatte zu Beginn der Woche bereits berichtet, dass der 54-Jährige um seinen Job kämpfte.
Audi weist zwar solide Gewinne aus, allerdings steckt das Unternehmen in einer tiefen Krise. Seit der Dieselkrise im Herbst 2015 hat sich der Premiumhersteller kaum weiterentwickelt. Sowohl bei Elektroantrieben wie auch bei der Digitalisierung droht Audi den Anschluss an die Konkurrenz zu verlieren.