Immobilien: Abwärtstrend bei Immobilienpreisen gestoppt
Der Greix wird auf Basis bildet die Entwicklung einzelner Städte und Stadtviertel bis zurück ins Jahr 1960 ab und basiert auf über zwei Millionen Transaktionsdaten, so das IfW.
Foto: imago images/blickwinkelDüsseldorf. Der Abwärtstrend bei den deutschen Immobilienpreisen ist einer Studie zufolge im zweiten Quartal trotz weiterer Zinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank (EZB) nahezu zum Erliegen gekommen.
Die Verkaufspreise für Eigentumswohnungen sanken von April bis Juni nur noch um durchschnittlich 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, wie aus dem Immobilienpreisindex Greix hervorgeht, den das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) am Donnerstag veröffentlichte. Einfamilienhäuser kosteten sogar 2,3 Prozent und Mehrfamilienhäuser 1,8 Prozent mehr.
„Der deutsche Immobilienmarkt zeigt sich im zweiten Quartal durchaus robust“, sagte IfW-Präsident Moritz Schularick. „Die Erwartung, dass die Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank allmählich zum Ende kommen, hat dem Immobilienmarkt nach den deutlichen Preiskorrekturen der letzten Monate ganz offenbar gutgetan.“
Der Greix bestätigt damit bereits Auswertungen anhand von Angebotspreisen von Immobilienportalen wie Immoscout und Immowelt, die teils deutlich von den echten Preisen abweichen, sowie Analysen echter Transaktionsdaten der Baufinanzierungsplattform Europace und des Baufinanzierungsvermittlers Interhyp.
Im Vergleich zum Vorjahresquartal liegen die Verkaufserlöse über alle Wohnsegmente hinweg allerdings noch kräftig im Minus. Die Preise für Eigentumswohnungen sind demnach um 9,9 Prozent gesunken, die für Einfamilienhäuser um 10,5 Prozent und die für Mehrfamilienhäuser sogar um 20,9 Prozent.