Joint Venture: Daimler Truck investiert in Batterie-Produktion in den USA
Daimler Truck will zukünftig Batteriezellen in den USA produzieren. Dort begünstigt die IRA-Förderung Unternehmen, die an klimaneutralen Technologien arbeiten.
Foto: dpaFrankfurt. Der Lkw-Bauer Daimler Truck plant, in den USA ein Joint Venture zur Produktion von Batteriezellen aufzubauen. Daran sollen der Truck-Hersteller Paccar und der Motorenbauer Cummins beteiligt sein.
Die Batteriezellen wollen die Unternehmen für die Produktion elektrischer Nutzfahrzeuge verwenden. Dazu sei ein Joint Venture vereinbart worden, wie am Mittwoch mitgeteilt wude. Die Gesamtinvestition für eine Fabrik mit einer Jahreskapazität von 21 Gigawattstunden beliefen sich voraussichtlich auf zwei bis drei Milliarden US-Dollar.
Neben den drei Nutzfahrzeug-Unternehmen beteiligt sich mit zehn Prozent noch die chinesische Firma EVE Energy als Technologiepartner.
Produziert werden sollen Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP). Deren Vorteile seien geringere Kosten, längere Lebensdauer, höhere Sicherheit und der Verzicht auf die kritischen Rohstoffe Nickel und Kobalt.
Im August 2022 verabschiedete der US-Kongress den Inflation Reduction Act (IRA). Durch das Gesetz sollen Branchen, die auf klimaneutrale Technologien setzen, innerhalb der USA gezielt gefördert und finanziell begünstigt werden. Medienberichten zufolge erfährt die Batterie-Industrie in den USA dadurch gerade einen enormen Aufschwung. Hersteller und Recycling-Dienstleister können beispielsweise von Steuerbegünstigungen profitieren.
Zum konkreten Baubeginn und Ort der Joint-Venture-Fabrik konnte ein Sprecher auf Anfrage noch keine genauen Angaben machen. Der endgültige Standort solle innerhalb der nächsten sechs Monate bekannt gegeben werden. Die ersten Batteriezellen für Fahrzeuge in Nordamerika könnten ab 2027 produziert werden.