EZB: Diese drei Optionen gibt es für den Zinsentscheid
Christine Lagarde wird am Donnerstag die Entscheidung des EZB-Rats erläutern.
Foto: APFrank Wiebe. Benjamin Dietrich bringt die Unsicherheit auf den Punkt. „Es ist ein Münzwurf“ antwortet der Co-Anleihechef des Vermögensverwalters Lazard Asset Management auf die Frage, ob die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag die Zinsen noch einmal erhöht oder diesmal eine Pause einlegt.
Ganz ähnlich kommentiert Jumana Saleheen, Chefökonom Europa der US-Fondsfirma Vanguard die Lage. „Das wird eine knappe Entscheidung für die EZB, und es dürfte deutliche Meinungsverschiedenheiten geben.“ Unterschiedliche Prognosen zu dieser Frage geben auch die Mitglieder des EZB-Schattenrats ab, eines vom Handelsblatt moderierten Expertenforums.
Selten waren Märkte und Experten kurz vor einem Zinsentscheid so uneins wie in dieser Woche. Drei Optionen sind für die Ratssitzung Donnerstag denkbar – auch das macht deutlich, wie schwierig die Entscheidung für EZB-Präsidentin Christine Lagarde und den gesamten EZB-Rat wird.
EZB-Zinsentscheid Option 1:
Möglich wäre eine Zinserhöhung um einen viertel Prozentpunkt (25 Basispunkte) – einen größeren Schritt erwartet praktisch niemand. Damit würde der Leitzins auf 4,5 Prozent und der in der Praxis immer noch wichtigere Zins für Einlagen der Geschäftsbanken bei der EZB auf 4,0 Prozent steigen.