Geschäftszahlen: Höhere Kosten und Preisdruck belasten Mercedes
Im dritten Quartal verkaufte die Marke mit dem Stern beispielsweise nur noch 16.900 Einheiten seines Spitzenmodelles S-Klasse.
Foto: dpaWien. Starker Preisdruck und gestiegene Kosten für viele Bauteile trüben das Geschäft von Mercedes-Benz. Der Stuttgarter Autobauer musste im dritten Quartal einen Gewinnrückgang verkraften. Unter dem Strich ist der Ertrag im Vergleich zum Vorjahreszeiteiraum um sieben Prozent auf 3,7 Milliarden Euro gesunken. Der Umsatz schrumpfte leicht auf 37,2 Milliarden Euro.
Der Zufluss an freien Mitteln aus dem Industriegeschäft, der etwa für die künftige Auszahlung einer Dividende entscheidend ist, sackte gar um mehr als ein Fünftel ab – auf 2,3 Milliarden Euro.
Besonders die dominante Autosparte von Mercedes schwächelt derzeit. Der Betriebsgewinn der Division ist von Juni bis September in Relation zum Vorjahreszeitraum um 18 Prozent eingebrochen. Die Marge schrumpfte von über 14 Prozent auf rund zwölf Prozent.
Besser läuft es für Mercedes beim Geschäft mit Kleintransportern, die sowohl gewerblich als auch privat genutzt werden. Hier konnten die Schwaben ihren operativen Gewinn im dritten Quartal um 44 Prozent auf 715 Millionen Euro steigern. Die Umsatzrendite kletterte von 11,5 auf 14,5 Prozent. Vor allem dank der hochprofitablen Vans kann Mercedes seine Jahresziele aufrechterhalten.